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70 Jahre Blütenfest: Heuer gibt es eine Überraschung für Gäste

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Der erste Termin hat nicht geklappt, aber am Sonntag, 15. Mai, soll nun gefeiert werden in Biburg. Landjugendvorsitzende Lena Schwojer passt die Plakate an.
Der erste Termin hat nicht geklappt, aber am Sonntag, 15. Mai, soll nun gefeiert werden in Biburg. Landjugendvorsitzende Lena Schwojer passt die Plakate an. © Strobl

Vor 70 Jahren hat das erste Blütenfest in Biburg stattgefunden. Seitdem stellen Ortsvereine die Veranstaltung auf die Beine, allen voran die Katholische Landjugend. Nach der Corona-Pause ist es heuer wieder soweit.

Biburg – Zum runden Geburtstag, der bei gutem Wetter am kommenden Sonntag gefeiert wird, gibt es eine Überraschung für die Gäste.

Es ist noch dasselbe Schild wie vor 70 Jahren, das die Besucher willkommen heißt, wenn sie den Blütenanger der Familie Schwojer im Allinger Ortsteil Biburg betreten und damit in das Blütenfest eintauchen. Unter den Bäumen wird gefeiert, sobald jeder Gast einen Stempel mit der Aufschrift „Blütenfest“ auf die Hand gedrückt bekommen hat.

Nach der Corona-Pause

2020 und 2021 hatte das Fest ausfallen müssen – Corona. „Wir haben auch dieses Jahr überlegt, ob wir feiern können“, berichtet die Landjugendvorsitzende Lena Schwojer. „Aber dann dachten wir uns: Ziehen wir’s durch.“ Lena Schwojer ist seit 2018 Vorsitzende und steht nun zum zweiten Mal an der Spitze des Organisationsteams. In den vergangenen beiden Jahren war das Blütenfest vermisst worden, sagt sie: Von Stammkunden, Ausflüglern, Vereinen aus dem Umland. Am meisten jedoch vom Dorf selbst. „Es fehlt einfach was, wenn wir kein Blütenfest haben“, sagt die 24-Jährige. Umso mehr freuen sich Biburger nun auf den kommenden Sonntag.

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Doch wie hat eigentlich alles angefangen? „Die Generation meiner Oma hatte damals ein Gartenfest veranstaltet“, erzählt Lena Schwojer. Das war 1951. Bereits im darauffolgenden Jahr, also 1952, wurde das Fest umgetauft in Biburger Blütenfest – der Startschuss für die seit 70 Jahren andauernde Tradition. Lena Schwojer ist selbst Stammgast der Veranstaltung: „Ich gehe schon mein ganzes Leben lang hin. Wahrscheinlich war ich auch schon im Bauch meiner Mama dort“, sagt sie lachend.

Der Kronentanz in den 1960er-Jahren – auch damals feierten die Biburger diese Tradition.	Repros: Strobl
Der Kronentanz in den 1960er-Jahren – auch damals feierten die Biburger diese Tradition. © Repro: Strobl

Der Kronentanz

Zum 70. Geburtstag wird ein Detail des Festes wieder zum Leben erweckt: der sogenannte Kronentanz. „Bei der Gründung vor 70 Jahren hat den meine Oma aufgeführt“, erzählt die 24-Jährige. Jetzt ist sie dran. Getanzt wird voraussichtlich zwischen 15 und 16 Uhr. Bei dieser altbairischen Tradition tanzen Madl und Burschen gemeinsam mit einem aus Pflanzen und Blumen geflochtenen Bogen zu Blasmusik. „Wir tanzen sogar nach der originalen Choreografie von damals“, verrät die Vorsitzende. Sie hatte dafür die Notizen ihrer Oma studiert, die sich damals viel Mühe gegeben hatte, alles genau zu vermerken. „Es ist sogar mit Maschine geschrieben“, kein Ding der Selbstverständlichkeit in der Nachkriegszeit.

Für jeden etwas dabei

Auch für das Leibeswohl wird gesorgt sein am Sonntag. „Es gibt Fisch, Fleisch, Pommes, Kaffee und Kuchen, Bier und Wein. Und einen Eis- und Süßigkeiten-Stand für die Kinder“, zählt Lena Schwojer auf. Das „Menü“ habe sich über die Jahre hinweg kaum verändert. Angefangen habe es mit Fleisch, Bier und Wasser. Mittlerweile sei aber „wirklich für jeden etwas dabei“. Zum Spaß für die Kleinen auf einer Hüpfburg und für die Großen auf der Tanzfläche tragen tagsüber Blasmusik und am Abend ein DJ bei.

Der örtliche Schützenverein und der Allinger Sportverein organisieren Speis und Trank. Die Feuerwehr übernimmt die Kaffee- und Kuchen-Theke, die Landjugend Organisation, Auf- und Abbau sowie die Blütenbar. (Christina Strobl)

Termin

Beginn ist am 15. Mai um 12 Uhr. An der Bar geht’s zu DJ-Musik um 18 Uhr los. Nur bei sehr schlechtem Wetter wird das Fest auf Donnerstag, 26. Mai, verschoben. Infos auf www.landjugend-biburg.de.

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