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Der Gemeinderat will seine Pläne nicht zerschneiden.

Viele Zuhörer im Gemeinderat

Alling: Es bleibt bei der Planung für das Kinderhaus

Trotz des angestrebten Bürgerbegehrens steht der Gemeinderat zum Neubau eines Kindergartens in den bisher geplanten Dimensionen. Nur Vize-Bürgermeister Hans Schröder (ABV) stimmte in der jüngsten Sitzung gegen die Entwurfsplanung.

Alling – An die 100 Zuhörer folgten im Bürgerhaus der neuerlichen Debatte um die künftige Kita, wobei sich einige offenbar nicht nur auf ihr Gedächtnis verlassen wollten. Hubert Utz, der Initiator des Bürgerbegehrens, begann, die Redebeiträge mitzuschneiden, bis Bürgermeister Frederik Röder (CSU) die – von der Geschäftsordnung nicht vorgesehene – Aufnahme unterband. Viel Neues hätte es allerdings nicht zu protokollieren gegeben. Die Architekten erläuterten noch einmal, warum man eine leicht gebogene L-Form für das Gebäude gewählt habe. Alle Gruppenräume erhielten so ausreichend Licht, man könne auf diese Weise einen geschützten, von zwei Seiten geschlossenen Garten für die Kinder einrichten und sowohl Maibaum als auch Laufbahn blieben von dem Neubau unberührt.

Kleinere Änderungen

Einige wenige Änderungen gegenüber dem ersten Grobentwurf hatten die Planer allerdings noch eingebaut. So drei Satteldächer über dem Baukörper, die allgemein als gefällig gelobt wurden. Außerdem eine Art Foyer als gemeinschaftlichen Haupteingang für bestehendes Haus und Neubau. Schließlich fällt der Verbindungsgang zum alten Kindergarten, der künftigen Krippe, deutlich schmaler aus als ursprünglich vorgesehen. Der Architekt des Altbaus hätte sonst sein Urheberrecht verletzt gesehen.

In ihrer Kostenberechnung kamen die Planer auf gut 6,6 Millionen Euro, alles – auch Keller, Mehrwertsteuer und Reservepuffer – inklusive. Sie hielten sich dabei an den Baukostenindex der Architektenkammer. Andere, im Raum stehende Gebäudepreise, seien wenig seriös, ließen sie anklingen.

Ein anderes Grundstück steht nicht zur Verfügung

Mit Blick auf die Initiative für das Bürgerbegehren hatte Rathaus-Chef Röder noch einmal betont, dass andere gemeindliche Grundstücke nun mal nicht zur Verfügung stünden. Und der Rest-Sportplatz erfülle mit seinen Ausmaßen fast noch die Anforderungen für den E-Jugend-Fußball-Spielbetrieb, der dort allerdings eh nicht stattfinde. Auch die anderen Fraktionen stellten sich hinter das Vorhaben. Simone Stenzer (FW) war ein Platz, wo sich die „Kinder wohl fühlen“ wichtig, Hubert Winkler (SPD) stellte auf das Ortsbild ab, das eine solche prägende Architektur auf Jahrzehnte vertrage. Ludwig Stecher (DG Biburg) sorgte sich immerhin um die Finanzierung („werden wir schon irgendwie hinkriegen“). Das eben bezweifelte Einzelkämpfer Schröder (Allinger Bürgervereinigung): Es werde zu groß und zu teuer gebaut. Und wenn man trotzdem der Meinung sei, man könne ein solches Projekt stemmen, müsste man wenigstens eine Finanzplanung für die kommenden Jahre vorlegen. Ingrid Schilling (Bürgerschaft Alling) schließlich bedauerte, „dass das ein Wahlkampfthema wird, obwohl es unsere Kinder betrifft“. (op)

Zuvor hatte das Bürgerbegehren eine große Anzahl an Unterschriften gesammelt.

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