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Wie viele andere Kommunen im Landkreis will nun auch Alling die Dienste einer Kommunalen Verkehrsüberwachung in Anspruch nehmen.

Klagen über Dauerparker 

Alling holt sich Hilfe bei der Verkehrsüberwachung

Wie viele andere Kommunen im Landkreis will nun auch Alling die Dienste einer Kommunalen Verkehrsüberwachung in Anspruch nehmen.

Alling –  Der Gemeinderat billigte zunächst nur für ein Probejahr die Zusammenarbeit mit einer Dienstleistungsgesellschaft aus Mühldorf. Diese wird 20 Stunden im Monat den ruhenden Verkehr überwachen.

Laut Verwaltung hat die Zahl der Klagen über Dauerparker stark zugenommen. Betroffen sind demnach vor allem die Betriebe am Nußfeld und im Gewerbegebiet, aber auch die Gegend um den Sportplatz.

Inzwischen erreichten die Beschwerden das Rathaus wöchentlich, berichtete Bürgermeister Frederik Röder (CSU). Vor allem einige Allinger Autofirmen stellten eigene und Kundenfahrzeuge ab, wo sie wollten. Das Gewerbegebiet wiederum wird von Lastern aus Gilching geschätzt. Dort gibt es schon eine Kommunale Verkehrsüberwachung und Parkbeschränkungen. Und am Sportplatz treffen sich überörtliche Fahrgemeinschaften.

Weder Gemeinde noch Polizei hätten das Personal, um Verstöße zu ahnden. Auch Gespräche mit Mehrfachsündern hätten nicht gefruchtet, vielmehr sei man sogar belächelt worden. Für manche Firmen, wie etwa den zugeparkten Metzger am Nußfeld, erreiche die Unsitte aber geschäftsschädigende Ausmaße.

Lediglich Ingrid Schilling (Bürgerschaft Alling) wollte keine fremden Kontrolleure. Bei monatlichen Kosten von 725 Euro für die Gemeinde müssten dreieinhalb Verwarnungen pro Stunde ausgestellt werden, um nicht draufzuzahlen, hatte sie errechnet.

Es gehe nicht um eine wirtschaftliche Betrachtung und „definitiv nicht um Abzocke“, widersprach Walter Herz (CSU). Vielleicht könne man die Überwachung ja in einem Jahr wieder aufgeben, wenn die Leute zur Einsicht gekommen seien. Hubert Winkler (SPD) sah einen Vorteil in den Überwachern von außerhalb: „Da muss sich niemand von der Gemeinde schimpfen lassen.“

Die Parküberwachung soll schon zum Jahresbeginn starten. Die Außendienst-Mitarbeiter stellt die „Kommunale Dienstleistungsgesellschaft“. Sie ist nach eigenen Angaben in 130 Städten und Gemeinden tätig.

Das Verwarnungsgeld eintreiben soll im Auftrag der Gemeinde Alling die Stadt Fürstenfeldbruck, der pro Fall eine Bearbeitungsgebühr von 4,50 Euro zusteht. Auf die Überwachung des fließenden Verkehrs, also Geschwindigkeitskontrollen, wird verzichtet. 

von Olf Paschen

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