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Die Planung für die Kita schreitet voran.

Alling

Umstrittenes Kinderhaus nimmt Form an

Das zuletzt noch stark umstrittene neue Allinger Kinderhaus nimmt zumindest auf dem Papier immer konkretere Formen an. Im Gemeinderat berichteten die beauftragten Architekten jetzt über den aktuellsten Planungsstand, wonach das Gebäude tatsächlich etwas näher an die Antonistraße gerückt werden soll.

Alling – Zwar muss ein kleiner Wertstoffhof einige Meter umziehen, aber vom südlich angrenzenden Sportplatz wird auf diese Weise etwas weniger Fläche benötigt. Dass der Rasen mitten im Ort, auf dem alte Allinger das Fußballspielen gelernt hatten, zum Teil dem Kinderhausgarten weichen muss, hatte für erheblichen Protest gesorgt. Das Bürgerbegehren gegen die Planung hat der Gemeinderat allerdings wegen einer angeblich unzulässigen Fragestellung abgelehnt.

Klarheit herrscht jetzt auch über die bauliche Grundstruktur und zahlreiche technische Einzelheiten. Der Neubau soll als Hybrid aus massivem Stahlbeton (für den Kern) und Holz für die leichteren Bauteile entstehen. Die bereits vorgefertigten Elemente versprechen eine relativ kurze Bauzeit. Geheizt wird das Haus über eine Grundwasserwärmepumpe, die im Sommer nötigenfalls auch für Kühlung sorgen kann. Gelüftet soll ganz traditionell werden: durch geöffnete Fenster. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach gilt als wünschenswert, soll von den Planern aber noch auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft werden.

Überzeugt von der Wirtschaftlichkeit

Von der Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojekts sind Architekten und die baubegleitende Arbeitsgruppe des Gemeinderates nach einem Besuch in Bruck überzeugt. In dem dortigen neuen Kindergarten gibt es nicht zwei gleiche Wände, unterschiedliche Dachneigungen, verschieden große Räume. Dennoch seien die Baukosten nicht höher gewesen als die für Alling vorausgesagten. Für die Planer ein Beweis, dass ihr geschwungener Bau ebenso ökonomisch ist wie ein rechteckiger Kasten.

Fünf Millionen Euro kostet die Gemeinde auch das günstige Halbrund. Das Kinderhaus soll durch einen Bankkredit mit 20-jähriger Laufzeit finanziert werden. Bei einem Zinssatz von 0,53 Prozent und einer jährlichen Tilgung von 250 000 Euro sei die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde weiter gesichert, sagte der neue Kämmerer Benedikt Friedinger. (op)

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