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In Alling wird über den Bau einer Kita diskutiert.

Info-Abend 

Allinger Kinderhaus: Standort alternativlos

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens für ein preiswerteres neues Kinderhaus in Alling haben praktisch den gesamten Gemeinderat gegen sich. Und eine Menge Argumente, wie ein Informationsabend am Freitag zeigte.

Alling – Fast anderthalb Stunden lang hatten Bürgermeister Frederik Röder (CSU), Gemeinderatskollegen und Architekten schon gebraucht, um die Vorgeschichte der Kita-Entscheidung und deren Alternativlosigkeit darzustellen. Erst dann kamen einige der rund 150 Besucher in der Sporthalle zu Wort. Die ließen zwar ihre Kritik an dem Vorhaben in diesen Dimensionen und genau an diesem Standort anklingen, durften offiziell aber nur Fragen stellen. Eine Diskussion über das Pro und Contra war laut Bürgermeister Röder nicht vorgesehen.

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens überlegen, eine eigene Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Sie sollen aber laut Röder schon einige ihrer Mitstreiter verloren haben, die ihre Unterschriften unter das Bürgerbegehren zurückgezogen haben oder das tun wollen.

Nur einmal gerieten die insgesamt zwölf Fürsprecher an der Stirnseite der Halle in die Defensive. Ein Bürger hatte auf die Diskrepanz zwischen reinen Baukosten (4,4 Millionen Euro) und Gesamtinvestition (6,3 Millionen Euro) hingewiesen. Der ins Stottern geratene Architekt korrigierte dann brutto in netto, ein Kollege sprach auch von den Genehmigungsgebühren als Teil der Baunebenkosten. Tatsächlich sind es aber die Honorare für Architekten und Ingenieure, die den Großteil ausmachen. Für Erstere 488 000 Euro, wie Röder verriet.

Der alte Bolzplatz

Die Kosten sind aber nicht das, was die Bürger besonders umzutreiben scheint. Der Standort, dem ein Teil des alten Bolzplatzes zum Opfer fällt, wurde kritisiert – auch mit Argumenten wie „wir haben da alle mal gespielt und trainiert“.

Dass die Grünfläche auch heute noch ein beliebter Treffpunkt ist, bestätigte eine Mutter: Kinder und Jugend im Alter von „vier bis 24“ kämen auch deswegen dort so friedlich zusammen, weil es Platz gebe, sich zu separieren.

Ein Vater warf der Gemeinderatsmehrheit vor, nur die Drei- bis Sechsjährigen im Auge zu haben. Auch wer nicht mehr in Krippe oder Kindergarten sei, brauche Platz zum Spielen und Toben.

Dass die Nutzer wegen des Neubaus „ein bisschen mehr zusammenrücken“ müssten, sei dem Gemeinderat klar, sagte der Bürgermeister: „Aber wir haben kein anderes Grundstück.“ Im Übrigen sei es keine kommunale Pflichtaufgabe, einen Bolzplatz vorzuhalten. Einen Rechtsanspruch auf Krippen- und Kindergartenplätze gebe es dagegen durchaus.

Andere Standorte

Andere Standorte seien sehr wohl geprüft worden, stünden aber gar nicht oder nur zu einem ungewissen Zeitpunkt und vermutlich zu erheblichen Kosten zur Verfügung, so Röder weiter. Die von einer Rednerin vorgeschlagene Hochzeitswiese als Kita-Fläche, hoch über dem Ort im Außenbereich, hatte allerdings wohl niemand zuvor auf dem Schirm gehabt.

Auch eine womöglich Flächen sparende Gebäudeform wurde noch einmal angesprochen. „Wir bauen fast manisch um die Tartanbahn und den Maibaum herum“, meinte ein Redner. Dabei werde das Brauchtumsstangerl an diesem Standort ohnehin keine große Zukunft haben. Zumindest auf ihre Laufbahn will die Grundschule laut Röder im Sommer nicht verzichten. Für den Bolzplatz habe sie dagegen keinen Bedarf angemeldet.

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