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Übergaben die Unterschriften im Rathaus: (v.l.) Irene Kiemer, Brigitte Naßl, Karl Schwojer, Hans Friedl, Anton Reischl sen. und Werner Neumann.

750 Unterschriften übergeben

Allinger Wasser: Begehren wird nicht gestoppt

Alling - Ungeachtet der Erklärung des Wasserzweckverbandes, kein Interesse mehr am Beitritt Allings zu haben, will das Bürgerbündnis zum Erhalt der gemeindeeigenen Allinger Wasserversorgung sein Bürgerbegehren durchziehen. Jetzt wurden über 750 Unterschriften übergeben.

Die Initiatoren, die für eine eigenständige Wasserversorgung kämpfen, hatten vor gut einer Woche die Unterschriftenaktion gestartet. In nicht einmal sieben Tagen sind laut Mitinitiator des Bürgerbegehrens und Gemeinderat Hans Friedl (Dorfgemeinschaft Alling/Freie Wähler) Listen mit 755 Unterschriften aus Alling, Biburg, Gagers, Germannsberg, Holzhausen, Holzkirchen und Wagelsried zusammengekommen.

Damit es zu einem Bürgerentscheid kommt, wären laut Friedl nur rund 300 Unterschriften volljähriger Bürger aus der Gemeinde Alling notwendig gewesen. Das Bürgerbündnis zum Schutz des Allinger Wasser setzt sich zusammen aus unabhängigen Bürgern, Dorfgemeinschaft Alling/Freie Wähler und Bürgerschaft Alling. Die Unterschriftenlisten wurden jetzt an Zweiten Bürgermeister Hans Schröder (CSU) übergeben.

Wie berichtet, hatte der Amperverbandsvorsitzende Hubert Jung vor wenigen Tagen erklärt, den Beitritt Allings vor allem aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht weiter zu verfolgen. Allerdings hätte der Widerstand in Teilen der Allinger Bevölkerung den Schritt laut Jung beschleunigt. Eine Mehrheit im Allinger Gemeinderat hatte dem Beitritt der Gemeinde zum Wasserzweckverband bereits zugestimmt und damit die Gegner auf den Plan gerufen.

Friedl will trotz dieser Entwicklung am Bürgerbegehren mit der Frage „Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Alling ihre eigenständige Wasserversorgung behält und die gemeindeeigene Versorgung mit Trinkwasser langfristig sichert?“ festhalten und einen Entscheid herbeiführen. „Das Bürgerbegehren hat sich ja nicht gegen den Wasserzweckverband gerichtet“, betont Friedl.

Es gehe grundsätzlich darum, durch einen Entscheid für mehrere Jahre abzusichern, dass die Wasserversorgung für den Ort in Allinger Hand bleibt. Ansonsten könnte in einem Jahr wieder ein Wasserzweckverband vor der Tür stehen und sich ums Allinger Wasser bemühen. Und sollte das Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA abgeschlossen werden, müsste man sowieso gewappnet sein.

Von Stefan Weinzierl

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