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Hans SchröderInitiator der neuen Wählergruppe

Kommunalwahl 2020

Allings Vize-Bürgermeister gründet Wählergruppe

In Alling gibt es eine neue politische Kraft. Vize-Bürgermeister Hans Schröder hat die Wählergruppe Allinger Bürgervereinigung (ABV) ins Leben gerufen. Er will mehr Bürgerbeteiligung erreichen.

Alling – Die neue Wählergruppe Allinger Bürgervereinigung (ABV) hat enormes Interesse gefunden. Die zuletzt ankommenden Gäste bei der Gründungsversammlung im Nebenzimmer der „Starzel-Stuben“ hatten Mühe, noch einen Sitzplatz zu finden, eine Essensbestellung wurde schließlich sogar über das Terrassenfenster serviert.

Initiator Hans Schröder, Zweiter Bürgermeister der Gemeinde und bis vor wenigen Monaten noch CSU-Politiker, bedankte sich mit einem „Vergelt’s Gott“ bei den 49 Anwesenden, die sich in die Unterstützungsliste eintrugen und mit denen er einen neuen Weg in der Gemeindepolitik einschlagen wolle. Das Motto der neuen Wählergruppe – ein konkretes Leitbild soll noch erarbeitet werden – heißt: „Tradition erhalten und Zukunft gestalten“.

Ein besonderer Gruß des Gründers galt dem anwesenden CSU-Gemeinderatskollegen Walter Herz, der allerdings nicht zu den offiziellen Gründern zählt. Mit dabei war dagegen der ehemalige Zweite Bürgermeister Helmut Engel. Namentlich vorgestellt wurden außerdem die Mitglieder eines Kreativteams: Marina Nigl, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Grundschule, Andreas Lang, der Chef der Blaskapelle, sowie Schröders Töchter Claudia und Sonja, die für das Protokoll an diesem Abend und für das Design der künftigen ABV-Auftritte zuständig sind.

Man wolle in die Zukunft schauen, meinte Schröder, ganz ohne Rückblende konnte aber nicht erklärt werden, warum es eine neue politische Gruppierung in der Gemeinde brauche. Er habe in der Frage, ob die Gemeinde ihre Wasserversorgung einem Großgebilde wie dem Wasserzweckverband (WVA) anvertrauen oder eigenständig bleiben solle, früh vor einer Spaltung des Ortes gewarnt. Schröder hatte auch ein Ratsbegehren vorgeschlagen, durch das die Allinger selbst hätten entscheiden können, blieb aber in der CSU mit seiner Meinung allein.

Danach sei er von Bürgermeister Frederik Röder (CSU) zum Rücktritt von seinem Amt als Stellvertreter aufgefordert worden. Der Rathaus-Chef habe in der Sache zwar das Beste gewollt, sei aber nicht in der Lage gewesen, die ursprüngliche Entscheidung für einen WVA-Beitritt auch angemessen zu kommunizieren.

Anders als es Röder praktiziere – „Wen er grad nicht mag, der kriegt keine Informationen“, so Schröder – will die neue Gruppierung mehr Öffentlichkeit herstellen, vor wichtigen Weichenstellungen die Allinger informieren und wenn möglich auch selbst entscheiden lassen. Den Verkehr und die Digitalisierung nannte Schröder als künftige Herausforderungen. „Wir müssen schauen, dass wir als kleine Gemeinde nicht zurückbleiben.“

Die neue Wählergruppe ist offen für jedermann, auch für Parteimitglieder. Der Gründer will als Gemeinderat im politischen Tagesgeschäft klare Position beziehen, ist aber nach seinen Worten auch offen für Kritik aus den Reihen seiner neuen Mitstreiter. Vermutlich im Mai soll der Bürgermeister-Kandidat nominiert werden. Um die Sommerferien herum, will man dann eine Gemeinderatsliste aufstellen. (op)

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