Schreinermeister Albert Menge und Maremmano-Rüde Aramis sind ein unzertrennliches Duo.
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Schreinermeister Albert Menge und Maremmano-Rüde Aramis sind ein unzertrennliches Duo.

Nachdem sein Herrchen ihn gesucht hat

Aramis’ Odyssee: Hund fährt im Polizeiauto mit - so kam er wieder heim

  • Tobias Gehre
    vonTobias Gehre
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Aramis hat seinen ganz eigenen Kopf. Doch genau dafür liebt ihn seine Familie. Jetzt wäre dem Rüden sein Dickschädel aber beinahe zum Verhängnis geworden. Beim Gassi gehen war er plötzlich weg. Doch es gab ein Happy-End – dank einer hilfsbereiten Familie und der Germeringer Polizei.

Biburg/Warngau – Aramis’ Abenteuer beginnt am Sonntagmorgen. Mit seinem Herrchen Albert Menge streift der Maremmano-Rüde über die Hügel beim Allinger Ortsteil Germannsberg. Zuvor waren sie bei einem Verwandten in Biburg. Die Gegend kennt das Duo aus Warngau (Landkreis Miesbach) nicht. Für Aramis offenbar ein Grund mehr, selbige auf eigene Faust zu erkunden. Er zieht los und ist plötzlich spurlos verschwunden.

Stundenlang sucht Albert Menge seinen Hund, patrouilliert zwischen Alling, Biburg und Germannsberg. „Ich war schon richtig verzweifelt“, sagt der Schreinermeister. Denn Aramis ist ein echtes Familienmitglied bei den Menges.

Aramis’ Odyssee: Herrchen sucht stundenlang nach Vierbeiner - Hund fährt im Polizeiauto mit

Die verzweifelte Suche bleibt nicht unbemerkt. Ein Anwohner am Germannsberg spricht den 54-Jährigen an, ob er denn etwas suche. „Ja, einen großen weißen Hund“, antwortet Menge. Der Anwohner hat eine gute Nachricht. Seine Familie hatte den offenbar nach Futter suchenden Rüden zunächst bei sich aufgenommen – und ihn dann der Germeringer Polizei übergeben.

Die war mit zwei „unerschrockenen Kollegen“ angerückt, wie es im Pressebericht heißt. Viel Mut brauchten die Ordnungshüter aber nicht. Aramis ließ sich widerstandslos in Gewahrsam nehmen und stieg zu den Beamten ins Auto.

Aramis’ Odyssee: Hund fährt im Polizeiauto mit - Beamten bringen ihn in die Tierklinik Germering

Doch wohin mit Aramis? Die Tierschutzorganisation Pfotenhelfer aus Puchheim, wo die Polizei normalerweise ihre Fundhunde abgibt, hat keinen Zwinger frei. Also geht es für Aramis erst einmal auf die Wache – zur „Erstversorgung“. „Wir haben immer einen Vorrat an Leckerlis da“, sagt der stellvertretende Inspektionsleiter Andreas Ruch. Dass Fundtiere bei Laune gehalten werden müssen, komme immer wieder vor. Trotzdem kann Aramis nicht auf der Inspektion bleiben, die Beamten bringen ihn in die nahe Tierklinik.

Das findet dann auch der Anwohner am Germannsberg mit einem Anruf bei der Polizei heraus. Er begleitet Albert Menge sogar noch bis zum Tierhospital.

Dort wartet Aramis bereits. Von dessen Eigensinnigkeit ist im Moment des Wiedersehens nichts mehr übrig. „Er hat sich auch richtig gefreut und ist auf mich zugestürmt“, sagt Albert Menge. Ihr unfreiwilliges Abenteuer am Germannsberg werden die beiden wohl so schnell nicht vergessen.

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