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Nach dem Herzhaften was Süßes: Angelika Schwalber ist bei Alfons Schuhbecks Fernseh-Kochshow für die Nachspeisen zuständig.

Allinger Konditorin

Bei ihr nascht auch Alfons Schuhbeck

In der Fernseh-Kochshow „Herzhaft und süß“ ist Angelika Schwalber für das Süße zuständig. Gemeinsam mit Alfons Schuhbeck zaubert sie Köstlichkeiten auf den Bildschirm. Was kaum einer weiß: Die Konditorin stammt aus Alling.

Alling – Die Aufnahmen für die zehn neuen Folgen, die ab 19. November im BR ausgestrahlt werden, sind für Angelika Schwalber ein willkommener Grund für einen Besuch in ihrer alten Heimat. Seit zehn Jahren lebt die Fernseh-Konditorin der Liebe wegen in der Nähe von Bonn. Zwar gefällt ihr das Rheinland, aber über Bayern geht halt doch nichts.

„Am Anfang bin ich alle vier bis sechs Wochen heimgefahren“, erzählt sie. Inzwischen gehen ihre acht und sechs Jahre alten Töchter aber beide in die Schule. „Und da überlegt man sich schon, ob man nur für ein Wochenende herfährt, denn es ist ja doch recht weit“, sagt die 43-Jährige, die trotz Prominenz keinerlei Starallüren erkennen lässt. Da trifft es sich gut, dass die Dreharbeiten drei Wochen dauern und das Bayerische Fernsehen so familienfreundlich war, die Produktion in die Sommerferien zu legen.

So genießen die Kids einen Urlaub auf dem Bauernhof der Großeltern, während die Mama mit Alfons Schuhbeck vor der Kamera steht. Eine Zusammenarbeit, die hervorragend funktioniert, wie sie erzählt. Obwohl der Star-Koch für den herzhaften Part der Sendung zuständig ist, nascht er auch gerne von den Kreationen seiner Fernseh-Partnerin. „Er ist ein Süßer durch und durch“, erzählt Schwalber und schmunzelt.

Konditorin oder Dorfhelferin – dass es einer dieser beiden Berufe werden würde, wusste sie schon als Kind. Ihre Eltern hatten einen Schweinezuchtbetrieb in Alling. Dort habe sie schon von klein auf sehr gerne gebacken. Nach der Schule ging sie bei einer Feinbäckerei in Germering in die Lehre, arbeitete in der Schweiz und in München-Großhadern, machte ihren Meister und betrieb einige Jahre gemeinsam mit ihrem ersten Mann eine Confiserie in Olching. Der Durchbruch kam, als sie 2004 den Wettbewerb German Chocolate Master gewann.

Das Thema klingt nach echter Herausforderung – es lautete Surrealismus oder „Salvador Dali in Geschmack, Form und Farbe darstellen“. Angelika Schwalber überzeugte die Jury mit Limetten-Stutenmilch-Trüffeln und einer Schokoladenkreation, die Dalis berühmtem Bild der zerlaufenden Uhr nachempfunden war.

Über die Konditoreninnung klopfte eines Tages das Bayerische Fernsehen an. Und da sich Angelika Schwalber nicht nur in der Branche einen Namen gemacht hatte, sondern auch noch toll aussieht und vor der Kamera charmant und natürlich rüberkommt, fiel die Wahl auf sie.

Es fällt der Süßspeisen-Künstlerin leicht, sich ständig neue Kreationen einfallen zu lassen – am liebsten mit Schokolade und Früchten. Stundenlang experimentiert sie daheim in ihrem Backstudio. Manchmal ist ein neu erfundenes Rezept auf Anhieb der Hammer, in anderen Fällen braucht es mehrere Versuche. Die Familie freut’s – denn es sind alles „Süße“ wie die Mama. Was man ihr übrigens nicht ansieht. Wie sie trotz täglichen Kuchenessens schlank bleibt, weiß sie selber nicht. „Das ist einfach so.“

von Ulrike Osman 

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