+
Ein Prost auf die Helfer (v.l.): Feuerwehr-Kommandant Benedikt Friedberger stößt mit Thomas Nigl, Vanessa Killer und Franziska Kral aufs Gelingen an

Besuch am Starzelbach

Darum ist Allings Christkindlmarkt so schön

In Alling ist am Freitag zum 9. Mal der Christkindlmarkt eröffnet worden. Er dauerte nur drei Tage, wird alle zwei Jahre angeboten und gilt dennoch als Geheimtipp. Das Tagblatt hat erkundet, warum dies so ist.

Alling – Was wäre die Vorweihnachtszeit ohne einen heißen Glühwein in der Hand, leuchtende, geschmückte Buden und süßen Plätzchenduft? Mit dem ersten Adventswochenende fiel im ganzen Landkreis der Startschuss für die diesjährige Christkindlmarkt-Saison. Besonders groß war die Vorfreude auf den Allinger Weihnachtsmarkt, der für Besucher aus dem ganzen Landkreis ein echter Höhepunkt während der staaden Zeit ist.

In Alling bleibt man gerne etwas länger

Doch was macht den Christkindlmarkt am Hartplatz eigentlich so besonders? Laut Benedikt Friedberger ist dafür hauptsächlich die „gemütliche, familiäre Atmosphäre“ verantwortlich. Diese zeichnet sich vor allem durch die viereckige Anordnung der etwa 20 Buden um die große Tanne und die Feuerstelle aus. „Die Leute bleiben da gerne auch mal etwas länger, das ist so ein Allinger Problem“, scherzt Friedberger.

Als Kommandant der Feuerwehr hat er hautnah mitbekommen wie viel Planung und Aufwand hinter so einem Event steckt. Die Retter haben heuer erstmals die Organisation übernommen. „Öfter als alle zwei Jahre wäre das aber nicht zu schaffen“, erklärt der Kommandant. „Aber vielleicht ist dadurch die Vorfreude der Besucher immer umso größer.“

Die Riesen-Maroni von Alling

Für ein besonderes kulinarisches Schmankerl sorgt Hubert Winkler. Seit dem ersten Jahr ist der Allinger mit seinen französischen Riesen- Maroni vom Markt nicht mehr weg zu denken. „Diese gibt es ansonsten auf keinem anderen Christkindlmarkt“, erklärt Winkler stolz.

Die drei Tage auf dem Weihnachtsmarkt sind für ihn jedes Mal ein Erlebnis. „Die Stände werden ja fast nur von Vereinen, Einrichtungen oder Firmen aus Alling betrieben“, betont der leidenschaftliche Maroni-Verkäufer. „Es ist einfach ein Treffpunkt für die ganze Gemeinde.“

Auch Gerti Brzoska und Käthe Eckstein sind jahrelange Fans des Allinger Marktes. Mit der ganzen Familie verbringen sie dort meist sogar alle drei Veranstaltungstage. „Hier kennt jeder jeden und es geht ganz entspannt zu“, so Eckstein. Außerdem ist fast jeder in die Organisation integriert, ergänzt Brzoska. „Egal ob im Verkauf oder beim Basteln, hier hilft jeder mit“. Ein weiterer Pluspunkt ist für die Frauen das bunte Programm, bei dem auch die Kleinsten auf ihre Kosten kommen, vor allem wenn abends der Nikolaus kommt.

Die lebende Krippe ein Anziehungspunkt in Alling

Dem Allinger Charme sind auch die Olchinger Antonia und Adnan Velic mit Tochter Melina erlegen. „Wir arbeiten beide in Alling und treffen uns mit Arbeitskollegen“, erzählt Antonia Velic, der Ehemann Fußballer beim FC Aich ist. Neben Maroni und Glühwein für die Erwachsenen ist die lebende Krippe ein echter Höhepunkt für die kleine Melina. „Vor allem der Esel hat es ihr angetan und ihr auch gleich in voller Lautstärke geantwortet“, schmunzelt Antonia Velic. Obwohl ihr Mann kein Weihnachten feiert, ist ein Besuch auf dem Christkindlmarkt Pflichtprogramm in der Adventszeit. „Hier ist es wirklich ganz besonders schön, überschaubar und gemütlich.“ (Von Nathalie Hradecky)

Aktuelle Nachrichten aus Alling findet man immer bei merkur.de/Alling

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Diese Weihnachtsgeschichte hat kein Happy End: „Mir wird das Herz aus dem Leib gerissen“
Manfred Piringer, 55, aus Olching hat sich ins Weihnachtsfest verliebt. Jedes Jahr beleuchtet er sein Haus und denkt sich ein Musical mit Schneemann und Christkind aus. …
Diese Weihnachtsgeschichte hat kein Happy End: „Mir wird das Herz aus dem Leib gerissen“
Vergessene Orte im Landkreis Fürstenfeldbruck: Das Versteck der Munitionszüge
Das Gleis war nur einen Kilometer lang. Doch für Geltendorf hätte es direkt in die Katastrophe führen können.
Vergessene Orte im Landkreis Fürstenfeldbruck: Das Versteck der Munitionszüge
Maisach mahnt gerechtere Verteilung der Flüchtlinge an
 Die Gemeinde sagt Stopp: In Maisach werden keine weiteren Flüchtlinge untergebracht, die Zahl der Plätze wird durch Auflösung einer Unterkunft sogar reduziert.
Maisach mahnt gerechtere Verteilung der Flüchtlinge an
Sie wollen mitreden und die Stadt gestalten
Der neue Teilhabebeirat hat seine Arbeit aufgenommen und einen Vorsitzenden gewählt. Ziele und Vorgehen müssen aber noch feinjustiert werden.
Sie wollen mitreden und die Stadt gestalten

Kommentare