Die Viererbob-Besatzung um Dennis Pihale (2.v.l.) verpasste am Königssee die Qualifikation für den Europacup und musste den Rest der Saison ohne Paul Straub (l.), Florian Bauer (2.v.r.) und Nico Kaufmair (r.) bestreiten.

Sport

Dreifacher Personalwechsel im Viererbob

Dennis Pihale ist der einzige Bobfahrer im Landkreis. Doch die Saison verlief für den Allinger nicht so wie geplant. Statt Europacup gab’s nur Deutschlandcup.

Alling– Als im Herbst die Saison eröffnet und unter den deutschen Bobpiloten die Selektion zum Europacup ausgefahren wurde, hatte der Allinger Nachwuchspilot Dennis Pihale den Sprung in die internationale Klasse knapp verpasst. Zunächst nahm der 24-Jährige das noch gelassen: „Es ist erst meine zweite Saison, da ist das relativ normal.“ Dennoch war die Enttäuschung groß, dass er den Rest der Saison nur beim zweitklassigen Deutschlandcup an den Start gehen durfte. „Man will immer nach oben. Diesen Ehrgeiz braucht man auch.“

Erschwerend hinzu kam, dass Pihales bisherige Viererbob-Anschieber Florian Bauer, Lukas Frytz und Paul Straub allesamt für den Europacup nominiert wurden. Weil auf deutscher Ebene aber ausschließlich im Zweierbob gefahren wird, musste sich Pihale einen neuen Anschieber suchen. Er fand ihn in Peter Adjayi, der auf der Suche nach einem Team war. Jetzt nach Saisonende bilanziert der Allinger: „Das hat gleich super funktioniert.“ So gut, dass sich die beiden den Gesamtsieg im Deutschlandcup sichern konnten.

Bei der deutschen Meisterschaft am Königssee, die gleichzeitig mit der nationalen Juniorenwertung ausgetragen wurde, landete Pihale mit seinem alten Anschieber Florian Bauer im Zweier auf dem sechsten Rang. Bei den Junioren reichte es am Ende im Vierer zu einem fünften Platz. „Für den Zeitpunkt in der Saison hat das schon gepasst“, analysiert Pihale, der beim Bob- und Rodelclub Ohlstadt trainiert.

Was die kommende Saison betrifft, hat Dennis Pihale schon konkrete Vorstellungen, auf die er hinarbeitet: „Das Ziel ist ganz klar der Europacup.“ Der Allinger, der im Sommer 25 Jahre alt wird, will dann nach der Junioren-Weltmeisterschaft im Februar 2019 endgültig den Sprung von den Junioren zu den etablierten Bobfahren schaffen. Vorher soll aber noch die Qualifikation für den Europacup gelingen.

Mitte Oktober findet die nächste Selektion statt. Sie zieht sich über vier Wochen auf den drei deutschen Weltcup-Bahnen in Winterberg, Altenberg und am Königssee. „Das wird wieder sehr anstrengend und man muss es gut timen, um da die richtige Form zu haben“, sagt Pihale. Dieses Mal hat er allerdings den Vorteil, dass er die Ausscheidungs-Rennen schon mitgemacht hat und mit einer ganz anderen Erfahrung den Eiskanal hinunterjagen kann.

Vor allem im Vierer will Dennis Pihale zukünftig angreifen. „Das liegt mir irgendwie.“ Am liebsten dann wieder mit dem alten, eingespielten Team um Florian Bauer, Lukas Frytz, Peter Adjayi und Paul Straub, das in der kommenden Saison noch Nico Kaufmair ergänzt.

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