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Durchgangsverkehr in Alling wird zunehmen

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Luftbild der Gemeinde Alling

Im Gemeinderat sind zuletzt Zahlen eines Verkehrsgutachtens zur Staatsstraße präsentiert worden. 14 600 Fahrzeuge täglich könnten in gut zehn Jahren den Ort queren, fast das Doppelte des heute schon nicht geringen Durchgangsverkehrs.

Alling -  Das zuständige Staatliche Bauamt, so der schließlich gefasste Beschluss, soll gebeten werden, demnächst seine Pläne für die anstehende Sanierung von Gilchinger und Hoflacher Straße vorzustellen. Und bei dieser Gelegenheit sollen die Behördenvertreter auch erläutern, wie Alling grundsätzlich, etwa durch eine Ortsumfahrung, vom Verkehr entlastet werden könnte. 

Schon heute steuern bis zu 11 600 Fahrzeuge täglich von Norden den Hauptort an, dazu kommt der Verkehr aus der Gegenrichtung, aus Osten (Parsbergstraße) und Westen (Am Weinberg). Das genaue Woher und Wohin sollte eine groß angelegte Befragung des ankommenden Verkehrs an zwei Werktagen im vergangenen Juni klären, bei der auch der Zweck der Fahrt erkundet wurde. 

Wenig überraschende Ergebnisse: Die meisten sind aus beruflichen Gründen unterwegs, sitzen in der Regel allein im Auto und fahren nur durch. Mehr als drei Viertel aller Fahrer wollen nach Gilching, Bruck oder eine andere Landkreis-Gemeinde. Der Schwerlastverkehr ist mit einem Anteil von sechs Prozent dagegen weniger häufig als gefühlt. 

Auswirkungen der Umgehung Gilching

Aufschlussreicher sind einige Einzelresultate. Am westlichen Ortseingang, auf der schmalen Straße Am Weinberg, erreicht der Durchgangsverkehrsanteil noch mehr als die Hälfte, nur hier spielt aber auch der innergemeindliche Binnenverkehr zwischen Biburg und Alling eine größere Rolle. Und die Parsbergstraße wird aus Richtung Germering doch nicht von so vielen Ortsfremden als Schleichweg genutzt – zumindest nicht, wenn die B 2 frei ist.  Nur 40 Prozent wollen nicht nach Alling, sondern weiter, was allerdings auch schon 1300 Fahrzeuge pro Tag ausmacht. 

Richtig eng dürfte es aber erst mit der Fertigstellung der Gilchinger Ortsumgehung werden. Zwar wird die nach Ansicht der Experten auch von den Gilchingern selbst als Umfahrung innerörtlicher Staus genutzt werden, insgesamt würden aber im Jahr 2030 schon 5000 Fahrzeuge mehr durch Allings Mitte rollen als heute. Für 14 600 Autos und Lkw ist auch eine mit neuem Belag und zusätzlichen Ampeln versehene Staatsstraße innerorts nicht ausgelegt. Aber einer der Verkehrsplaner, die dem Gemeinderat von ihren Ergebnissen berichteten, zweifelte an der Plausibilität mancher Prognosen, die nur rechnerisch stimmen: „Mehr Verkehr geht irgendwann nicht.“ (op)

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