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Bei einem Unwetter im Juli vergangenen Jahres drohte der Gröbenbach auf Höhe der Fußgängerunterführung an der Ecke Klosterweg/ Augsburger Straße über die Ufer zu treten.

Interkommunale Zusammenarbeit wird ausgedehnt

Hochwasserschutz nur gemeinsam

Wie kann die Gemeinde und ihre Bürger vor Hochwasser geschützt werden? Dazu sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen, ein interkommunales Hochwasserschutzkonzept zu erarbeiten.

GröbenzellDas Gremium plädiert einhellig dafür, unter Koordination des Amperverbandes (AV) gemeinsam mit den Kommunen Alling, Eichenau, Olching und Puchheim eine Arbeitsgemeinschaft zu bilden, um ein interkommunales Hochwasserschutzkonzept zu erarbeiten. Dazu soll nun zunächst eine Detailstudie – unabhängig von Ortsgrenzen – über das gesamte Gebiet in Auftrag gegeben werden, um anschließend zu prüfen, welche Maßnahme wo umgesetzt werden kann.

Im Gemeinderat stieß die Zweckvereinbarung auf positive Resonanz. „Ich begrüße die überörtliche Betrachtung“, dass über den Tellerrand hinaus geschaut wird“, sagte Johann Böhmer (FWG). Denn wie Bürgermeister Martin Schäfer (UWG) noch einmal klar stellte: „Wir haben keine Flächen.“ Doch im Verbund stünden ganz andere Räume zur Verfügung.

Bei Hochwasser kann es passieren, dass der Gröbenbach überläuft

Wie gefährdet Gröbenzell durch Hochwasser ist, darauf hat Vize-Bürgermeister Martin Runge (Grüne) in den vergangenen Monaten immer wieder hingewiesen. Bereits in der Vergangenheit kam es immer wieder zu Überschwemmungen. 1940 und 1959 wurden diese von einem Fachbüro sogar als Überflutungen mit katastrophalem Charakter bezeichnet. Und für die Zukunft sei eine deutliche Zunahme an Starkregen und andere Unwetter für Südbayern vorhergesagt, so Runge. Doch sogar bei einem ein- beziehungsweise zweijährlichem Hochwasser sei damit zu rechnen, dass der Gröbenbach überläuft.

Runge hatte daher immer wieder Schutzmaßnahmen gefordert. Unter anderem hatte er beantragt, die Schaffung von Retentionsmaßnahamen zu prüfen und darüber auch mit Nachbarkommunen zu verhandeln. Nun hat der Gemeinderat Nägel mit Köpfen gemacht.

Gröbenzell und Puchheim mit dabei

Bisher sind Alling, Eichenau und Olching in das interkommunale Hochwasserschutz-Konzept für den Starzelbach mit eingebunden. Nach einem Beschluss in der Ausschussitzung des Amperverbandes (AV) sollen nun Gröbenzell und die Stadt Puchheim hinzukommen – obwohl beide Kommunen nicht an der Starzel liegen.

„Es hat sich herausgestellt, dass sich Nebenarme des Starzelbaches bis in diese Kommunen hinein auswirken können“, erklärte AV-Vorsitzender Frederik Röder auf Tagblatt-Nachfrage. In der interkommunalen Zusammenarbeit sollen die Maßnahmen gebündelt und zwischen den Kommunen koordiniert werden, die dem Hochwasserschutz im Einzugsgebiet des Starzelbachs dienen. Vor kurzem hatte der Gemeinderat von Eichenau auf eigenständige Maßnahmen verzichtet.

sus/ hk

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