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Gemeinde erwartet viele Zuzügler

Das junge Alling wird bald noch jünger

Alling – Wenn Alling weiter wächst, werden die bestehenden Kinderbetreuungseinrichtungen nicht mehr ausreichen. Diese Erkenntnis wurde dem Gemeinderat jetzt als Teil eines Demographieberichts präsentiert.

Den größten Teil des zu erwartenden Bevölkerungswachstums von rund 1000 Menschen werden Zuzügler stellen. Diese werden in den nächsten 20 Jahren nach Alling ziehen, prognostizierte eine Vertreterin des Planungsverbandes Äußerer Wirtschaftsraum München. Für diesen Zuwachs müssten aber auch alle 19 Hektar an laut Flächennutzungsplan möglichem Bauland ausgewiesen werden. Es müssten zudem weitere acht Hektar innerörtliche Baulücken geschlossen und jährlich fünf Wohnungen durch Aus- oder Umbau bestehender Häuser geschaffen werden.

Derzeit leben laut Einwohnermeldeamt 3833 Menschen in Alling. „Sie sind eine Gemeinde, die vor allem Familien anzieht“, sagte der zweite Experte des Abends, der Diplom-Statistiker Christian Rindsfüßer vom Augsburger Sozialplanungsinstitut SAGS. 10,1 Prozent der Allinger sind unter zehn Jahre alt. Das ist, zusammen mit Olching, der vierthöchste Wert im Landkreis nach Kottgeisering, Althegnenberg und Puchheim.

Die Zahl der Zuzügler ist auch von der Fertigstellung neuer Baugebiete abhängig. Der Wanderungssaldo schwankte in der jüngsten Vergangenheit zwischen plus 95 im Jahr 2006 und minus 33 zwei Jahre später. Nun scheint sich die Zahl aber auf höherem Niveau zu einzupendeln. 2015 zogen 63 Menschen mehr in die Gemeinde, als Allinger wegzogen. Das ist der zweithöchste Wert in den vergangenen 20 Jahren. Ein Plus von jährlich 45 errechnete der Statistiker als Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Sprunghafter verläuft die Geburtenzahl: 36 Neugeborenen im Jahr 2012 folgten 19 ein Jahr später und wieder 33 in 2014. Rechnet man die 21 Babys aus diesem ersten Halbjahr auf zwölf Monate hoch, wäre es aber der höchste Wert seit 1996.

Solange es keine Wohn- und Pflegeeinrichtungen für Senioren in der Gemeinde gibt, dürfte Alling weiterhin jünger werden. Denn während sich besonders Eltern mit kleinen Kindern ansiedeln, wandern die Älteren, insbesondere aus der noch veränderungsbereiten Gruppe der 65- bis 74-Jährigen, eher ab. Die Bedarfsplanung für Senioren wird später in einem zweiten Prognoseteil diskutiert.

Wie eine detaillierte Elternbefragung in Krippe, Kindergarten und Schule zeigte, sind die jungen Familien zufrieden in Alling. Der Betreuungsbedarf, das zeigten die Antworten, wird aber gerade für die unter Dreijährigen weiter zunehmen und der kann in den seltensten Fällen durch Omas oder Tagesmütter gewährleistet werden. Zum Ende des Prognosezeitraums könnte es 60 Prozent mehr Krippenkinder geben als heute. Die Herdprämie spiele also in Alling keine Rolle, fragte in einer kurzen Diskussion Simone Stenzer (FW). Nein, meint der Sozialplaner: Heute sei es fast mutig, sein Kleinkind selbst zuhause zu betreuen. Über die Schlüsse, die aus diesen Zahlen und Prognosen zu ziehen sind, will der Gemeinderat noch gesondert diskutieren. 

von Olf Paschen

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