Stefan Joachimsthaler will Bürgermeister werden.

Kommunalwahl

Allings CSU will Bürgermeister-Amt halten

Stefan Joachimsthaler geht für die CSU ins Rennen um den Chefsessel im Allinger Rathaus. Er soll die Nachfolge von Frederik Röder (CSU) antreten.

Alling - Bei der Nominierung eines Nachfolgekandidaten für Röder hat die Allinger CSU Geschlossenheit demonstriert. Alle 33 Stimmberechtigten wählten Gemeinderatsmitglied Joachimsthaler (54) zum Bewerber um  den Chefposten im Rathaus. Der neue Hoffnungsträger ist seit 2014 in der Kommunalpolitik und seit drei Jahren Mitglied der CSU. In den Gemeinderat wurde er auf der Liste der Dorfgemeinschaft Biburg-Holzhausen gewählt. 

Im Bürgerhaus mussten sich die Parteimitglieder zunächst in Geduld üben. Landrat Thomas Karmasin, obwohl nicht mehr Kreisvorsitzender, war als Wahlleiter ausersehen und kam mit einiger Verspätung. Dann aber  ging alles ganz schnell. Nach ein paar einführenden Worten des Ortsvorsitzenden Joseph Strouhal hielt Joachimsthaler seine „erste politische Rede“, die auch nur gut fünf Minuten dauerte. Ihn interessiere die Kommunalpolitik, in der er sich jetzt „noch stärker“ engagieren wolle. Er stehe für Kontinuität, sei etwa stolz auf die Leistungen der Gemeinde bei der Kinderbetreuung. Er wolle Stabilität auch in der Gewerbepolitik, wo die Rahmenbedingungen für Unternehmen stimmen müssten. Er will ferner bezahlbaren Wohnraum schaffen – ohne in den ländlichen Charakter Allings einzugreifen. Ein Anliegen ist ihm auch der Klimaschutz: „Was hilft uns unser Wohlstand, wenn unsere Kinder hier nicht mehr leben können?“ Persönlich will er ein Bürgermeister sein, bei dem man immer an der Haustür in Holzhausen klingeln dürfe. Er könne den Allingern versprechen: „Ich stehe in der politischen Mitte.“ Amtsinhaber Röder lobte „den Stefan“ als „verlässlichen Partner“, der ein Garant dafür sein könne, „dass es Alling weiterhin gut geht“.

„Die Bürgermeister mag ich schon, die ein besseres Ergebnis haben als ich“, scherzte Karmasin nach der einstimmigen Entscheidung, appellierte abschließend aber auch an die Geschlossenheit der Parteifreunde: „Schlagen können wir uns nur selbst.“ Joachimsthaler, vierfacher Vater und Elektrotechniker beim Bayerischen Rundfunk, ist der zweite gewählte Bürgermeister- Kandidat nach Ex- CSU-Mann Hans Schröder (ABV). Als weitere Bewerber werden Christian Lempart (SPD) und Simone Stenzer (Freie Wähler) gehandelt.

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