Hans Schröder ist nun Bürgermeisterkandidat

Nominierung

Er will als Bürgermeister Alling versöhnen

Der erste Bewerber um die Nachfolge des scheidenden Rathaus-Chefs Frederik Röder (CSU) steht fest. Einstimmig wählten 41 Anhänger der neuen Allinger Bürgervereinigung (ABV) den bisherigen Zweiten Bürgermeister Hans Schröder zum Kandidaten.

Alling – Hans Schröder nannte in einer knappen Bewerbungsrede am Montagabend das „Miteinander“ im Dorf als wichtiges Anliegen. Kritik am Amtsinhaber, mit dem sich sein Vize überworfen hatte, hörte man bei diesem zweiten Treffen der offenen Wählergruppe nicht mehr. Unter den beiden Bürgermeistern, die er als Gemeinderat seit 1996 kennenlernte, sei viel Gutes auf den Weg gebracht worden. „Alling ist gut aufgestellt,“ sagte er.

Die Familie hilft

Für die Formalitäten vertraute der 53-jährige Elektromeister vor allem seiner Familie. Eine seiner vier Töchter übernahm die Versammlungsleitung, eine andere wurde zusammen mit ihrem Freund zur offiziellen „Beauftragten“ für den ABV-Wahlvorschlag.

Den Kandidaten selber empfahl aber ein Freund aus dem „Kreativ-Team“ der Bürgervereinigung. Andreas Lang, auch bekannt als Chef der Blaskapelle, lobte den langjährigen CSU-Vorsitzenden als jemanden, der mit allen politischen Kräften gute Beziehungen pflege, aber statt in verkrusteten Parteistrukturen zu verharren jetzt eine zeitgemäße Wählerliste ins Leben gerufen habe. „So eine Einstellung, wie du sie hast, gehört unterstützt,“ meinte Lang.

Spitze gegen die Freien Wähler

Schröder will, dass sich alle Allinger zugehörig fühlen, Landwirte wie Berufspendler, Alteingesessene wie Zugezogene, die sich engagieren. Das Miteinander werde allerdings mit „schnellen Begehren“ nicht gefördert – eine Spitze gegen die Unterschriftensammlung der Freien Wähler zum Erhalt der eigenständigen Wasserversorgung. Seine Wählergruppe sieht er als Beispiel für ein „neues Miteinander“, als einen Querschnitt durch die Bevölkerung mit jungen Leuten aus der TSV-Handballabteilung, Grundschuleltern, aber auch älteren Semestern.

Gemeinderatskandidaten werden im Juli nominiert

Die Kandidaten für den Gemeinderat sollen im Juli nominiert werden, die meisten stehen aber bereits fest. Darunter sind der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Markus Nave, Landjugend-Chef Moritz Jäger oder Sandra Furtner, die Vorsitzende des Grundschul-Elternbeirats. Außer Blaskapellen-Chef Lang will außerdem ein weiteres CSU-Mitglied bei der Kommunalwahl 2020  kandidieren: Der ehemalige Zweite Bürgermeister Helmut Engel. Dessen Bewerbung freue ihn besonders, sagte Schröder. (op)

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