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Bild mit Symbolcharakter: Das viel größere Söder-Plakat wurde dem örtlichen FW-Kandidat Hans Friedl vor die Nase gesetzt – der seinerseits beim Aufstellen einen Frühstart hinlegte. 

Freie Wähler schimpfen

Wahlkampf-Wahnsinn: CSU und FW kloppen sich um einen Hügel am Ortseingang

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„Wahlkampfwahnsinn: Die CSU macht die Konkurrenz einfach platt.“ So ätzen die Jungen Freien Wähler auf Facebook gegen die Christsozialen. Was ist da dran?

Alling –  Der Vorwurf der FW-Jugend lautet: Die CSU habe ihrem Direktkandidaten Hans Friedl einfach ein Plakat vor die Nase gesetzt. 

Wahnsinn? Oder Kalkül? Die beiden konservativen Parteien kloppen sich um das erste Hügelchen an der Straße, die von der B 2 in den Ort führt. Die CSU habe, so der Vorwurf, ihr Plakat absichtlich so platziert, dass von der vorher schon aufgestellten Werbung der FW kaum noch etwas zu sehen ist. „Die CSU greift nach dem letzten Strohhalm“, schimpfen die Freien Wähler.

Verwirrung um Plakat-Verordnung 

Tatsächlich hat die Gemeindeverwaltung Alling die FW aufgefordert, ihr Plakat zu entfernen. Anders als das der CSU sei es nicht beantragt worden und zudem zu früh aufgestellt worden, sagt eine Gemeinde-Sprecherin.

FW-Landtags-Kandidat Hans Friedl – er sitzt auch im Allinger Gemeinderat – hält dagegen: Es gebe überhaupt keine Verpflichtung, sich ein Plakat genehmigen zu lassen – und ein Blick in die 2007 erlassene Plakat-Verordnung gibt Friedl hier auch Recht. Nur bei Volksbegehren respektive Volksentscheiden müssen laut Paragraf 3 (Absatz a bis c) Anträge gestellt werden. Friedl fragt nun also: Warum soll er sein Plakat umstellen und nicht die CSU?

Friedl schmunzelt: „Das machen aber doch alle“

Dennoch: Es bleibt der Vorwurf des Zu-Früh-Plakatierens, oder? Friedl schmunzelt („Was soll ich jetzt sagen?“). Er räumt ein, in der Nacht vor dem Plakat-Starttermin unterwegs gewesen zu sein. „Das machen aber doch alle.“ In Olching zum Beispiel sei die CSU in jener Nacht genauso auf Aufstell-Tour gewesen. Dort aber schneller als die FW. Friedl will sich nun den von der Gemeinde vorgeschlagenen Alternativstandort genau anschauen und dann entscheiden.

Anderer Aspekt am Rande: Die 20 Euro, die Alling je Antrag verlangte, werden zurückerstattet. Es gebe keine Rechtsgrundlage für diese Gebühr.  Bürgermeister Frederik Röder hat am Mittwoch die Vorwürfe zurückgewiesen. Es handele sich um Großplakate. Daher gelte nicht die gemeindliche Verordnung, sondern die überörtliche Sondernutzungsregelung.

st

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