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100 Einsatzkräfte waren damals beim Brand vor Ort.

Großbrand Anfang Mai

Nach Feuer: Unternehmer gibt nicht auf

Alling/Unering - Sieben Wochen ist es her, dass der Lohnunternehmer Markus Schreyegg aus Unering (Landkreis Starnberg) bei einem Brand in Alling einen Großteil seines Maschinenparks verloren hat. Dass das Geschäft weiterläuft, verdankt er nicht nur der Feuerwehr.

Markus Schreyegg zählt nicht zu den Leuten, die lange mit ihrem Schicksal hadern, er packt an und macht weiter: Rund sieben Wochen ist es her, dass ein Großfeuer an der Existenz des 43-jährigen Uneringers rüttelte. Bei dem Brand einer Lagerhalle in Alling wurden mehrere landwirtschaftliche Maschinen Schreyeggs ein Raub der Flammen. Die Polizei schätzte den Schaden auf insgesamt vier Millionen Euro (wir berichteten). Bis heute ist unklar, wie das Feuer in der 70 Meter langen Halle ausbrechen konnte.

Drei hochwertige Mähdrescher, zwei Häcksler, etliches Zubehör und auch einige in dem Gebäude geparkte Oldtimer sind verkohlt; die Autos gehörten nicht dem Uneringer. Die Brandfahnder haben ihre Untersuchungen mittlerweile abgeschlossen. Der Zerstörungsgrad sei so hoch, dass die Ursache nicht mehr einwandfrei geklärt werden könne, heißt es von der Kripo. Es gebe aber „keine Hinweise auf Fremdeinwirkung“, ein Brandstifter war also nicht am Werk.

Für Schreyegg ist das ein schwacher Trost, doch er blickt nach vorn: „Ein Spaß ist das nicht“, sagt er zu den Auswirkungen des Unglücks auf sein Geschäft. Ins Detail geht er dabei nicht und verweist auf die viele Hilfe, die er bekommen habe. Für diese sei er sehr dankbar.

Der 43-Jährige ist als Lohnunternehmer für Landwirte in der Region beschäftigt und bewirtschaftet ihre Felder. 2005 hatte Schreyegg dazu in Alling die Halle von seinem Vorgänger übernommen, seitdem ist der Uneringer mit den Maschinen unterwegs: unter anderem in den Landkreisen Starnberg, Dachau und München. Dass das Feuer der Firma nicht den Garaus gemacht hat, verdankt der Unternehmer vor allem den Maschinen-Herstellern, die ihm Leihgeräte zur Verfügung stellten. „Ich habe keinem Kunden absagen müssen“, freut sich der 43-Jährige.

Nicht ganz so erfreut ist er dagegen über die Brandruine in Alling, an der noch immer nichts vorwärts geht. Die Halle ist nach wie vor von einem Bauzaun umgeben. „Wir haben noch nicht aufräumen können“, bedauert der Unternehmer. Er wartet darauf, dass die Gebäudereste abgebrochen und die Halle neu aufgebaut werden kann, aber das dauert: „Es geht von einem Tisch zum anderen“, sagt Schreyegg mit Blick auf die Arbeit der Versicherungen. Doch auch darüber verliert der Uneringer kein böses Wort.

Er ist noch immer erleichtert, dass bei dem Unglück niemand körperlich zu Schaden gekommen ist und die Feuerwehr Schlimmeres hatte verhindern können. Wie berichtet, war ein Übergreifen der Flammen auf eine zweite Halle gerade noch verhindert worden. Das in ihr gelagerte Gerät konnte Schreyegg noch rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Damals waren rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Alling, Bruck, Gilching, Germering, Eichenau, Biburg und Holzhausen an den Edelfeldweg geeilt, um Schlimmeres zu verhindern. Schreyegg: „Ich muss einfach noch mal danke sagen!“

von Jörg von Rohland

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