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Genug Abstand für den Gemeinderat und die Zuhörer gab es in der Sporthalle in Alling.

Konstituierende Sitzung

Neuer Allinger Ortschef setzt sein Wunschteam durch

Der neue Allinger Rathauschef Stefan Joachimsthaler (CSU) hat sein Stellvertreter-Wunschteam beisammen.

Alling – In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates in der Sporthalle wurden wie geplant Hans Friedl (Freie Wähler) zum Zweiten und Florian Naßl (Dorfgemeinschaft Biburg-Holzhausen) zum Dritten Bürgermeister gewählt.

Ganz unwidersprochen kamen die beiden neuen Vizes allerdings nicht ins Amt. Friedl, der von Joachimsthaler selbst vorgeschlagen worden war, weil er als Landtagsabgeordneter der Gemeinde helfen könne, hatte zwar keinen Gegenkandidaten, wurde aber nur mit elf von 17 Stimmen gewählt. Seine nunmehr einzige Fraktionskollegin Simone Stenzer, die wiederum von Ingrid Schilling (Bürgerschaft Alling) vorgeschlagen worden war, hatte eine Kandidatur abgelehnt.

Nervenkrimi bei der Wahl des Dritten Bürgermeisters

Nur mit der knappest möglichen Mehrheit wurde Gemeinderatsneuling Florian Naßl zum zweiten Stellvertreter gewählt. Ihn hatte der neue CSU-Fraktionschef Walter Herz empfohlen: Ein Vize aus einem kleinen Ortsteil stärke den Zusammenhalt der gesamten Gemeinde, die Dorfgemeinschaft Biburg-Holzhausen verwalte außerdem schon traditionell das Amt des Dritten Bürgermeisters.

Andreas Lang hatte dagegen für die Allinger Bürgervereinigung (ABV) seine Mitstreiterin Marina Nigl vorgeschlagen: Eine Frau gehöre ins Führungstrio, die ABV habe als zweitstärkste politische Kraft einen Anspruch auf ein Stellvertreteramt, argumentierte Lang. Mit Joachimsthaler und Naßl kämen gleich der Erste und der Dritte Bürgermeister aus dem kleinen Ortsteil. Neun Gemeinderatsmitglieder– so viele wie CSU, Dorfgemeinschaft Biburg-Holzhausen und Freie Wähler zusammen Sitze haben – stimmten schließlich für den Kandidaten aus Holzhausen. Zu Beginn der Sitzung war Joachimsthaler von Hubert Winkler (SPD), Alterspräsident des Gemeinderats, vereidigt worden. Dann folgten die neuen Ratsmitglieder.

16 Referatsposten vergeben – fast immer einmütig

Bei den Referenten-Wahlen gab es nur zwei Abstimmungen, bei denen die neuen Posten nicht einstimmig vergeben wurden: Anna Borawski-Utz (Grüne), künftig für „Junge Generation und Bildungseinrichtungen“ verantwortlich, verweigerten drei Gemeinderatsmitglieder das Vertrauen, der wiedergewählte Sozialreferent Herz erhielt fünf Gegenstimmen. 

Die weiteren Posten: Finanzen und Personal: Thomas Muderlak (CSU); Umwelt und Nachhaltigkeit: Max Hennies (Grüne); Bau: Andreas Lang (ABV); Informationstechnologie, Digitales, neue Medien: Marina Nigl (ABV); Gemeindliche Immobilien, Bauhof, Trink- und Abwasserversorgung: Karl Wörl (DG Biburg); Straßen, Mobilität, Verkehr und Radwegekonzept: Hubert Winkler (SPD); Gewerbe, Handwerk, Mittelstand: Hans Schröder (ABV); Land- und Forstwirtschaft, Gewässer, Hochwasserschutz und Regionalvermarktung: Hans Ludwig (DG Biburg); Katastrophenschutz und Feuerwehr: Erich Heinz (CSU); Sport: Ingrid Schilling (Bürgerschaft Alling); Kultur und Partnerschaft: Simone Stenzer (FW); Vereine und Brauchtumspflege: Gabi Loistl (CSU).

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Olf Paschen

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