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Beispielfoto: Kindertagesstätte

Alling

Neues Kinderhaus muss europaweit ausgeschrieben werden

Der Gemeinderat hat – zumindest für ein Bauprojekt – Neuland beschritten und darüber in der jüngsten Sitzung ausführlich diskutiert:

Alling –  die europaweite Ausschreibung und das damit verbundene aufwändige Vergabeverfahren für das geplante, neue Kinderhaus. Da die Bausumme den Schwellenwert von 2,5 Millionen Euro bei weitem überschreitet – nach einer ersten Machbarkeitsstudie liegen die Kosten zwischen 4,8 und 6,1 Millionen Euro – ist ein solches Verfahren Pflicht und übrigens auch Voraussetzung, um an die staatlichen Fördermittel von bis zu 70 Prozent zu kommen.

Betreut wird es im Auftrag der Gemeinde von einem Münchner Fachbüro. Vertreter des Büros erläuterten jetzt die Einzelheiten.

Neu ist, dass der Gemeinderat einen Architekten mit der Planung beauftragt, ohne eigentlich zu wissen, welche Art von Gebäude oder Gebäuden der sich vorstellt. Allerdings wird eine Fachgruppe aus Vertretern aller politischen Gruppierungen, der Verwaltung und des künftigen Kita-Trägers (katholische Kirchenstiftung) gebildet, die vorab gewisse Kriterien und deren Gewichtung festlegt.

Dazu wird sicherlich ein nicht zu überschreitender Kostenrahmen gehören, aber auch die Nutzbarkeit für mindestens fünf Kindergarten- und Krippen-Gruppen. Eine weitere Vorgabe könnte sein, dass die Planer ausreichende Erfahrung im Kinderhaus-Bau haben, aber auch spezielle Gestaltungswünsche könnten bereits angemeldet werden. Allerdings sollen der Kreativität der Architekten keine zu engen Grenzen gesetzt werden.

Ganz sicher steht so eigentlich nur der Standort an der Antonistraße, östlich des bestehenden Kindergartens, fest. Ein erster Entwurf aus der Machbarkeitsstudie, der freilich für keinen Planer verbindlich ist, zeigte einen Komplex aus drei jeweils zweigeschossigen und untereinander verbundenen Gebäuden. Dieses Modell wurde als optisch ansprechend gelobt, aber auch als teuer kritisiert. (op)

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