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Allinger Haushalt

Noch mal durchschnaufen vor der nächsten Großinvestition

Bevor im nächsten Jahr mit einem weiteren Kinderhaus wieder eine erhebliche Investition ansteht, legt die Gemeinde heuer eine finanzielle Atempause ein. 

Alling – Zwar beginnt in diesem Jahr auch die über acht Millionen Euro teure Sanierung des Wassernetzes, die wird allerdings zum größten Teil über Verbesserungsbeiträge der Bürger bezahlt. Die größte Ausgabe im jetzt vom Finanzausschuss des Gemeinderats vorberatenen Haushalt sind die 380 000 Euro für den Umbau der Kreuzung von Staatsstraße, Steinlacher Weg und Waldstraße.

Wieviel Arbeit ein Haushaltsentwurf macht, wurde in Alling heuer schmerzhaft deutlich. Kämmerer Rainer Kempka ist erkrankt, weshalb das Zahlenwerk in Teamarbeit von Bürgermeister Röder und einer noch relativ neuen Mitarbeiterin der Finanzverwaltung entstand. Unterstützung kam außerdem vom Finanzreferenten, einer Gemeinderätin, die in der Kreiskämmerei arbeitet sowie von Profis aus einer Nachbargemeinde und von einem Zweckverband.

Freilich konnten die Ersatz-Kämmerer praktisch aus dem Vollen schöpfen. Gewerbe- und Einkommensteuer sollen laut Ansatz neue Rekordwerte erreichen, aus dem laufenden Geschäft wird wieder ein Überschuss von fast 700 000 Euro erwirtschaftet, allerdings deutlich weniger als in den Vorjahren. Dennoch müssen zur Finanzierung der Investitionen über 500 000 Euro aus der Rücklage entnommen werden.

Größere geplante Ausgabeposten sind heuer auch der Radweg entlang der Straße Am Weinberg und die neue Bauhof-Halle. Ein sechsstelliger Betrag ist zudem für die Renovierung des Biburger Kriegerdenkmals vorgesehen. Endlich Gestalt annehmen soll auch das Mehrgenerationen-Gelände am Sportplatz, eine Art Aktiv-Treffpunkt zum Sitzen und Ratschen und zum Bewegen.

2019 wird der Schuldenstand von jetzt noch 700 000 Euro – ein Relikt des Kredits für die Kinderkrippe – wieder deutlich steigen. Nach derzeitiger Planung muss gut die Hälfte des geschätzt 2,7 Millionen teuren Kinderhaus-Neubaus über geliehenes Kapital finanziert werden. Der Standort soll neben Schule und Kindergarten sein, für eine Zwischenlösung könnten Container beim Pfarrheim aufgestellt werden. Wie viel Platz gebraucht wird, sollen die Anmeldezahlen bis Ende März zeigen. op

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