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Ein Paketbote.

Antrag zurückgezogen

Post will doch kein Wohnheim in Alling bauen

 Die Deutsche Post will vorerst nun doch kein Wohnheim und keinen Zustellstützpunkt in Alling errichten.

Alling – Noch bevor der Gemeinderat das Vorhaben in der Waldstraße endgültig ablehnen konnte, zog das Unternehmen seinen Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes für das Gewerbegebiet östlich der Gilchinger Straße zurück.

Begründet worden war das Vorhaben schon im vergangenen Jahr mit dem künftigen Briefzentrum in Germering. Für das zahlreiche Bereitschaftspersonal suchte die Post Unterkünfte in der Nähe und stieß dabei auf das Firmengebäude hinter den beiden neuen Supermärkten. Geplant war ein reiner Innenausbau, der Platz für 24 Einzelzimmer und vier Dreibettzimmer schaffen sollte. Neue Mitarbeiter oder Bereitschaftsdienstler sollten dort bis zu einem Jahr wohnen können, ehe sie auf dem freien Markt eine Bleibe finden. Im Erdgeschoss sollte außerdem das neue Zustellzentrum der Brief- und Paketfahrer für die Gemeinden Alling und Gilching entstehen.

Gemeinde war gegen Plan der Post

Insgesamt 18 Beschäftigte wären dort für die nächsten zehn Jahre vorgesehen gewesen. Nur einmal am (frühen) Morgen würden Briefe und Pakete angeliefert, die Zusteller seien mit Fahrrädern oder leisen Elektro-Fahrzeugen unterwegs, warb die Post in ihrer Betriebsbeschreibung. Zum weiteren Schutz der Anwohner sollte die nördliche Zufahrt der Waldstraße gesperrt werden.

Die Gemeinde ließ schon im vergangenen Dezember wissen, dass sie das Projekt planungsrechtlich nicht für zulässig hält. Wohngebäude oder Beherbergungsbetriebe sehe die Baunutzungsverordnung für ein Gewerbegebiet nicht vor. Daraufhin beantragte ein von der Post beauftragtes Planungsbüro die Änderung des Bebauungsplans für das Gewerbegebiet und die Ausweisung eines „Mischgebietes“, das die geplanten Nutzungen erlauben würde. Schließlich sei die ursprüngliche Planung durch die Ausweisung zweier Sondergebiete (für Rewe und Aldi) ohnehin wesentlich verändert worden.

Post zieht Antrag zurück

Die Gemeinde blieb aber bei ihrer Auffassung. Eine Änderung komme demnach nur in Betracht, wenn sie absolut notwendig sei, was hier aber nicht der Fall sei, heißt es. Außerdem gebe es immer noch einen großen Bedarf an Gewerbeflächen, die nicht zu Wohnzwecken zweckentfremdet werden sollten. Am Nachmittag bevor der Gemeinderat diese Haltung noch einmal bekräftigen konnte, wurde der Antrag per Fax zurückgezogen.   (op)

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