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Es geht bergauf: Allings Bürgermeister Frederik Röder (l.), die Brucker Radverkehrsbeauftragte Claudia Gessner und OB Erich Raff testen den neuen Radweg zwischen Pfaffing und Biburg.

Offizielle Eröffnung 

Radweg verbindet Pfaffing und Biburg

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Der Radweg zwischen Pfaffing und Biburg ist fertig. Bei der Eröffnung loben die Bürgermeister von Bruck und Alling die Zusammenarbeit zwischen ihren Kommunen.

Alling/Fürstenfeldbruck – Der Weg ist steil und anstrengend gewesen. Doch am Dienstagnachmittag radeln Erich Raff und Frederik Röder ins Ziel – zumindest symbolisch. Der Allinger Bürgermeister kommt von oben und kann laufen lassen. Der Brucker OB dagegen muss mit dem Radl bergauf strampeln. Bei der Einfahrt zur Hofmetzgerei Braumiller treffen sie sich mit Mitarbeitern ihrer Verwaltung und einer Baufirma, um den Radweg zwischen Biburg und Pfaffing offiziell zu eröffnen.

355 000 Euro kostete der 550 Meter lange Weg in Richtung Bruck

Seit 1997 gibt es einen Radweg, der von Biburg in Richtung Bruck führt, aber bis zuletzt im Nirgendwo endete. 20 Jahre hat es gedauert, bis die Kommunen das fehlende Teilstück nach Pfaffing fertigstellen konnten. Der entsprechende Grundsatzbeschluss im Brucker Stadtrat fiel bereits vor elf Jahren. Das Vorhaben verzögerte sich immer wieder, auch wegen der zähen Grundstücksverhandlungen. Walter Doll vom Bauamt dankt am Dienstag daher einer Grundstückseigentümerin. „Ohne sie wäre es nicht möglich gewesen.“

Die beiden Bürgermeister loben die Kooperation zwischen ihren Kommunen. 355 000 Euro kostete der 550 Meter lange Weg. Davon bezahlte die Stadt Bruck zwei Drittel der Kosten abzüglich der Fördergelder von der Regierung von Oberbayern. Röder spricht von einer „hervorragenden Zusammenarbeit“ mit der Stadt bei diesem Projekt. „Danke an den OB, dass er so schnell angeschoben hat.“ Raff sagt, der Radweg sei eine „wesentliche Verbesserung“ insbesondere für Radler, die von Bruck kommend bergauf radeln mussten. Er freue sich, dass der Radweg pünktlich zum Schulbeginn eröffnet worden sei. Bereits am Dienstagnachmittag radeln einige Kinder vorbei, sodass die Anwesenden den Weg freimachen müssen.

Erich Raff weist Vorwurf der „Verhinderungspolitik“ zurück

Auch politisch gesehen ist der Termin am Dienstag nicht uninteressant. Vertreter von BBV, SPD, Grüne und des Verkehrsforums hatten dem CSU-OB und seiner Verwaltung vorgeworfen, die Realisierung neuer Radwege in der Innenstadt zu vernachlässigen. Von einer „Verhinderungspolitik“ war die Rede. Raff wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass den Planern in der Stadtverwaltung in vielen Fragen übergeordnete Behörden und Paragrafen im Weg stehen würden. Angesprochen auf die Kritik schlägt Raff aber eher versöhnliche Töne an. Zwar nennt er die Aussagen von SPD, Grüne und BBV erneut „einseitig“, vermeidet es aber, den Pressetermin politisch auszuschlachten, nach dem Motto: Seht her, wir tun doch etwas. Stattdessen sagt er: „Der Radweg ist schon länger beschlossen.“

Die Radverkehrsbeauftragte der Stadt Claudia Gessner, die ebenfalls in die Kritik geraten war, verweist auf Nachfrage am Dienstag auf verschiedene Projekte für Radler, die gerade laufen, wie am Sulzbogen oder der Augsburger Straße. Es würden immer nur die großen Infrastrukturbaumaßnahmen Aufmerksamkeit erzeugen. Dabei laufe in der Planung des Radverkehrs viel im Hintergrund, wie zum Beispiel oft zähe Grundstücksverhandlungen. „Und das dauert.“

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