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Seit 20 Jahren genießen sie auf ihren Vespas die Freiheit

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Die Mitglieder des Allinger Vespa-Clubs (v.l): Heinz Bauernfeind, Beppo Engelschall, Juppi Jäger, Max Leitl, Helmut Metz, Magnus Friedinger, Hermann Dejako, Bebs Michl, Peter Handelshauser und Mike Lindemiller.
Die Mitglieder des Allinger Vespa-Clubs (v.l): Heinz Bauernfeind, Beppo Engelschall, Juppi Jäger, Max Leitl, Helmut Metz, Magnus Friedinger, Hermann Dejako, Bebs Michl, Peter Handelshauser und Mike Lindemiller. © Metzler

Einmal im Jahr wollen sie auf ihren Vespas den Hauch der Freiheit spüren. Deshalb haben zehn „alte Herren“ vor 20 Jahren ihre Fußballstiefel an den Nagel gehängt und den Allinger Vespa-Club gegründet.

Alling – „Zum Fußball spielen waren wir damals alle zu alt“, erzählt Josef „Bebs“ Michl, der seit 2010 der Präsident des zehnköpfigen Clubs ist. Die Idee, auf die Vespas zu steigen und einen Club zu gründen, wurde auf dem Pfingstfest geboren. Doch nur Gerhard Strunz besaß damals einen solchen Roller. Klar, dass er der erste Präsident wurde. Die restlichen Mitglieder legten sich nach und nach eine Vespa zu. Nach vier Jahren übernahm Josef Engelschall das Präsidentenamt für fünf Jahre.

Einmal im Monat traf man sich in den Starzel-Stuben. Ausflüge und Reisen wurden unternommen. Und im jährlichen Wechsel findet ein dreitägiger Ausflug mit den „besseren Hälften“ statt. „Natürlich zu zweit auf der Vespa, und nicht zu weit“, erzählt Josef Michl. Heuer brachen die Vespa-Freunde mit ihren Frauen zu einem dreitägigen Ausflug an den mittelfränkischen Brombachsee auf, aber auch Salzburg oder Berchtesgaden waren bereits Ziele.

„Die Männer fahren das Jahr drauf dann eine Woche fort und auch ein Stück weiter“, berichtet Michl. So haben die Vespa-Cracks schon zweimal den Gardasee angesteuert. „Unsere längste Reise war nach Lannach, Allings Partnergemeinde. Von dort haben wir dann auch noch einen Abstecher nach Graz und rüber nach Slowenien unternommen.“ Für das kommende Jahr haben sich die zehn Mitglieder für noch kein Ziel entschieden. „Das werden wir noch besprechen.“

Seit der Gründung besteht der Club aus zehn Mitgliedern. Mehr sollen es auch nicht sein, so Michl. „Wir sind ein verschworener Haufen.“

Die Tour zu planen obliegt Heinz Bauernfeind. Kassier und Servicemann Hermann Dejako begleitet die Fahrer mit einem VW-Bus, in dem das Gepäck und Werkzeug für kleinere Reparaturen transportiert werden. „Zum Glück wurden wir bis jetzt von einem Unfall verschont“, sagt Michl. „Aber Ausfälle von Maschinen haben wir schon zwei, drei gehabt.“ Der Fahrer musste dann für den Rest der Tour im Servicebus Platz nehmen, während seine Vespa vom ADAC nach Hause transportiert wurde.

„Durchwegs haben wir eigentlich nur schöne Erinnerungen an unsere Ausflüge“, erzählt Josef Michl. „Selbst wenn wir mal pitschnass wurden oder im Schneegestöber am Brenner eiskalte Finger hatten. Man kann nicht nur immer schönes Wetter haben.“  dm

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