Alle drei Bürgermeister gratulierten Sophie Lampl zu ihrem 100. Geburtstag – Stefan Joachimsthaler im Haus der Jubilarin, seine Stellvertreter Hans Friedl und Florian Nassl vor der Haustür.
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Alle drei Bürgermeister gratulierten Sophie Lampl zu ihrem 100. Geburtstag – Stefan Joachimsthaler im Haus der Jubilarin, seine Stellvertreter Hans Friedl und Florian Nassl vor der Haustür.

Glückwünsche von drei Bürgermeistern

Sie lebt schon seit 100 Jahren in Biburg: Sophie Lampl feiert einen außergewöhnlichen Geburtstag

Sophie Lampl ist ein Biburger Urgestein. Ein ganzes Jahrhundert lang hat sie die dortige Entwicklung persönlich miterlebt. Nun feiert sie ihren 100. Geburtstag.

Biburg – Seit ihrer Geburt am 11. November 1920 wohnt Sophie Lampl im selben Haus in Biburg. Ihr Vater war Maurer und besaß einen kleinen landwirtschaftlichen Hof, auf dem auch die Mutter viel beschäftigt war. Doch die Familie hatte viel zu kämpfen. „Es war keine gute alte Zeit, wir waren sehr arm”, sagt die Jubilarin über ihre Jugend in den 1930er-Jahren und die Zeit im Zweiten Weltkrieg.

Nachdem er im Jahre 1948 aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrt war, heiratete sie in ihrem Heimathaus den Maurer Johann Lampl. Während dieser an fremden Häusern baute, kümmerte sich Sophie Lampl um den Haushalt in den eigenen vier Wänden, den Hof und die Tiere.

Gemeinsam hatte das Paar drei Söhne, die auch alle in Biburg und Umgebung wohnen. Über die Jahre kamen dann noch vier Enkel und drei Urenkel hinzu.

Der landwirtschaftliche Teil des Hofes wurde aufgegeben, dafür kam andere Arbeit hinzu, und Sophie Lampl engagierte sich im Gartenbauverein. Heute wohnt die Jubilarin mit ihrem Sohn Leonhard Lampl noch immer in ihrem Geburtshaus in Biburg. Ihren 100. Geburtstag feierte sie am 11. November mit Blasmusik, Kuchen und Rehbraten. Auch alle drei Bürgermeister der Gemeinde gratulierten der ältesten Allingerin.

„Ich war überwältigt, was meine Kinder alles in die Wege geleitet haben”, sagt Lampl zu der Feier. Sie sei sehr stolz auf ihre Kinder und Schwiegertöchter. Um bis ins hohe Alter fit zu bleiben, sollte man aus ihrer Sicht „immer in Bewegung bleiben, lustig sein und Zeitung lesen”. Das sagt die rüstige Rentnerin, die schon seit ihrem achten Lebensjahr Tagblatt-Leserin ist.

Sven Behrens

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