+
Die CSU stellt weiter den starken Mann im Allinger Rathaus. Stefan Joachimsthaler hat sich in der Stichwahl gegen Hans Schröder (ABV) durchgesetzt.

Stefan Joachimsthaler gewinnt die Stichwahl

CSU sichert sich die Macht im Rathaus

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
    schließen

Die CSU stellt weiter den starken Mann im Allinger Rathaus. Stefan Joachimsthaler hat sich in der Stichwahl gegen seinen Konkurrenten Hans Schröder von der Allinger Bürgervereinigung (ABV) durchgesetzt. Er holte 53 Prozent der Stimmen.

Alling Eine große Feier gab es beim Wahlsieger angesichts der Corona-Pandemie am Sonntag nicht mehr. „Ich werde noch eine Videokonferenz mit dem Team abhalten“, erklärte Joachimsthaler, der sich beim Tagblatt-Anruf gerade auf dem Heimweg vom Wahllokal befand. Zwar werde er noch mit seiner Frau auf den Wahlsieg anstoßen. „Große Feiern muss man in diesen Zeiten eben nachholen.“ Glücklich und zufrieden sei er, dass er den Wahlsieg in der Verlängerung errungen hat. „Ich freue mich natürlich riesig.“ Vor allem im Wahllokal in Biburg setzte sich Joachimsthaler deutlich durch und erhielt 60,6 Prozent der Stimmen. Für den CSU-Mann keine große Überraschung: „Das ist für mich als Holzhausener mein Heimatort, natürlich haben mich dort viele Menschen gewählt.“ Aber auch in zwei der drei anderen Wahllokale setzte sich Joachimsthaler durch.

Stefan Joachimsthaler (CSU)

Die Gründe für den Erfolg? „Ich habe einen positiven Wahlkampf geführt, nie Schlechtes über die anderen gesagt“, erklärt Joachimsthaler. „Das hat vielleicht auf der Zielgeraden den Ausschlag gegeben.“ Der künftige Bürgermeister erneuerte noch einmal seine Aussage von vor der Wahl, dass er mit allen Gruppierungen konstruktiv zusammenarbeiten wolle.

Der unterlegene Hans Schröder zeigte sich als fairer Verlierer. „Aufgrund des Ergebnisses im ersten Wahlgang war es klar, dass es schwer wird, den Rückstand aufzuholen“, sagte er. Er sei froh, dass er so weit gekommen sei und freue sich über das gute Ergebnis, das seine ABV als neue Gruppierung errungen habe. Dass er nach der Wahlniederlage sein Gemeinderatsmandat annehmen wird, stand ohnehin nie in Frage, wie Schröder auf Nachfrage erklärte. „Ich habe bei der Gemeinderatswahl die zweitmeisten Stimmen bekommen, man erwartet also schon etwas von mir.“

Deshalb wollen sich Schröder und seine ABV neu sortieren und dann konstruktiv in die Lösung der künftigen Herausforderungen einbringen. Angesichts der Corona-Krise erwartet Schröder, der die Wahl zuhause verfolgte, schwere Zeiten hinsichtlich der Haushaltslage.

Joachimsthaler nahm das Angebot Schröders zur Zusammenarbeit positiv zur Kenntnis. „Wir werden mit Sicherheit weniger Geld haben“, ist sich der künftige Rathauschef sicher. „Wir werden aber eine Lösung für den Haushalt finden.“

Dazu ein Kommentar von Tagblatt-Mitarbeiter Andreas Daschner:

Auch wenn die Allinger mit Stefan Joachimsthaler der CSU den Vorzug gegeben haben, so kann Hans Schröder mit seiner neu gegründeten ABV einen Achtungserfolg verzeichnen. Vielleicht lag es – wie Schröder vermutet – an der Wahlempfehlung des amtierenden CSU-Bürgermeisters Frederik Röder und am automatischen Vorsprung, mit dem die Union in Bayern an den Start geht. Aber auch Schröders Politik hat viele Unterstützer, wie sich bei der Gemeinderatswahl zeigte. Dass beide Kandidaten einer Zusammenarbeit im Ratsgremium offen gegenüber stehen, ist in diesen turbulenten Zeiten wichtig. Am Ende gibt es dadurch vor allem einen Sieger: den Bürger.

Lesen Sie auch: 

Weitere Ergebnisse der Stichwahl in unserem Stichwahl-Ticker.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Corona: Aktueller Inzidenz-Wert jetzt auf Internetseite von Landratsamt
Corona: Aktueller Inzidenz-Wert jetzt auf Internetseite von Landratsamt
Diese Fassade sollte mit Bio-Mitteln gereinigt werden - dann folgte die böse Überraschung
Diese Fassade sollte mit Bio-Mitteln gereinigt werden - dann folgte die böse Überraschung
Coronavirus in FFB: Wieder 18 neue Infizierte - Elftklässler in Quarantäne
Coronavirus in FFB: Wieder 18 neue Infizierte - Elftklässler in Quarantäne

Kommentare