Gold und Silber in Innsbruck - DSV-Adler fliegen zum WM-Doppelsieg

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Wohin des Weges? Mitarbeiter eines Planungsbüros befragen den Laster-Fahrer, Erich Heinz stoppt den Verkehr. 

Ergebnisse wohl im September 

Verkehrsfluss durch Alling untersucht

 Seit jeher wird über eine Umgehung und damit verbundene Verkehrsberuhigung in Alling diskutiert. Mit der Umgehung von Gilching ist der Verkehr in Alling nicht weniger geworden – im Gegenteil. 

Alling – Um das Verkehrsaufkommen besser einordnen zu können, hat ein Planungsunternehmen mit der Polizei an allen vier Einfahrtsstraßen zur Gemeinde Befragungen durchgeführt. Man erwartet sich Erkenntnisse zu Ziel- und Quellverkehr, also jenen Fahrten, die in Alling beginnen oder enden.

Verantwortlicher an diesem Tag ist Erich Heinz, Hauptkommissar in der Germeringer Polizeiinspektion und CSU-Gemeinderatsmitglied in Alling. Er regelt den Verkehr an der Parsbergstraße, Ortseinfahrt kommend von Germering/Nebel, ehe die Mitarbeiter vom Planungsunternehmen Obermeyer ihre Notizen machen. Weitere Befragungsstellen sind die Hoflacher Straße, die Gilchinger Straße und Am Weinberg. Gefragt wird morgens und im Feierabendverkehr, jeweils drei Stunden, sowie mittags zwei Stunden.

Von allen motorisierten Verkehrsteilnehmern möchte man erfahren, woher sie kommen, wohin es geht und was der Zweck der Fahrt ist. Bis dato ist Heinz zufrieden mit dem Ablauf: „Einer hat bis jetzt geschimpft, aber das kann schon Mal passieren. Wir versuchen, alles so kurz wie möglich zu halten“, versichert der Polizist. So eine Aktion sei ohnehin im Eigeninteresse der Autofahrer. „Gefühlt kannte ich jeden dritten Autofahrer persönlich. Da kamen dann auch ab und zu nette Gespräche beim Warten zustande“, berichtet Heinz.

Die Auswertung der Befragung wird wohl nicht bis zur Gemeinderatssitzung im Juli fertig sein. Vorgestellt wird sie dann im September. Christoph Riegel

Hintergrund aus dem Gemeinderat

Wer ist wo und warum in Alling unterwegs? Das will der Gemeinderat wissen. Interessant werden die allgemeinen Zahlen sein, aber auch der Grund der Fahrten: beruflich bedingt, wegen anderer Verpflichtungen (Arzt- oder Behördentermin), zum Einkaufen oder privat. Außerdem wurde die Fahrzeugart (Lkw, Bus, Lieferwagen, Pkw, Motorrad ) und Zahl der Insassen registriert. Die beauftragten Verkehrsplaner erhoffen sich durch die Erfassung von vermutlich 6000 bis 7000 Fahrzeugen nähere Aufschlüsse insbesondere über den Zielverkehr, also jene Fahrten, die in Alling enden. Darum wird auch die Parsbergstraße noch einmal näher untersucht. Bei der Vorstellung der ersten Verkehrsanalyse waren im Gemeinderat Zweifel aufgekommen, ob die 3000 Fahrzeuge täglich auf dem Schleichweg von und nach Germering nicht eher dem Durchgangsverkehr zuzuordnen sind. 

Dennoch gab es Vorbehalte gegen die neue Erhebung. Wer kurz hinter der Bundesstraße 2 angebe, nach München zu wollen, könne über Gilching oder eben die Parsbergstraße fahren, wandte Walter Herz (CSU) ein. Zur Kontrolle gebe es aber erneut eine 24-stündige vollautomatische Messung an verschiedenen Knotenpunkten, mit denen der tatsächliche Verkehrsfluss nachvollzogen werden könne, antwortete der beauftragte Planer Helmuth Ammerl. Grundsätzliche Kritik übten andere Redner. „Wir werden immer zu dem gleichen Ergebnis kommen: Alles fährt durch Alling“, meinte Simone Stenzer (Freie Wähler). Für „keine neuen Erkenntnisse“ sei ihr das Geld zu schade. Und Ludwig Stecher (DG Biburg) wollte, „dass wir irgendwann tätig werden, nicht nur Zahlen sehen“. Je mehr Daten, desto eher könne man beim für die Staatsstraße zuständigen Staatlichen Bauamt für mögliche Verkehrsberuhigung argumentieren, glaubt hingegen der Planer. Gegen die Stimmen der Freien Wähler wurde die 22 000 Euro teure Befragung in Auftrag gegeben. (op)




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