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Soll Alling dem Zweckverband der Ampergruppe beitreten?

Debatte im Gemeinderat

Wasser-Streit geht weiter

Alling - Kein Ende im Streit um die Wasserversorgung: Im Gemeinderat wurde nochmals hitzig diskutiert, ob die Kommune dem Zweckverband der Ampergruppe beitreten soll.

Auslöser für die neuerliche Debatte war ein „Dringlichkeitsantrag“ der Freien Wähler (FW). Die hatten gefordert, Angebote für eine technische Betriebsführung des Allinger Wasserwerks einzuholen. Dieses Management war bisher den Brucker Stadtwerken übertragen, nach FW-Ansicht könnten es aber auch Wasserversorger wie die in Germering oder Gilching übernehmen. Oder sogar der Zweckverband zur Wasserversorgung der Ampergruppe (WVA) – ohne dass Alling deswegen Mitglied werden müsste.

Die CSU war strikt dagegen. Bürgermeister Frederik Röder kritisierte, dass Mehrheitsbeschlüsse des Gemeinderats immer wieder in Frage gestellt werden. Das Prüfverfahren zum WVA-Beitritt sei im Gange, die Gespräche mit Rechts- und Steuerberatern sowie dem Zweckverband terminiert. Wasserreferent Thomas Muderlak warnte davor, die eigentlich ausgewählte Braut (WVA) vor den Kopf zu stoßen, indem man nach anderen Bräuten Ausschau halte. Bis zum Ende der ersten Gespräche sollte man Irritationen vermeiden. Auch Fraktionschef Hermann Dejako war gegen weitere Diskussionen: „Je mehr man drüber red’, desto teurer wird’s für die Gemeinde.“

„Hinterfotzig“ fand FW-Sprecher Hans Friedl solche Äußerungen. Es sei das gute Recht der Gemeinde, Alternativen auszuloten. Und mit Blick auf den bei einem Autobauer beschäftigten Muderlak: „Holt ihr bei BMW keine Angebote von euren Zulieferern ein?“. „Wen irritiert das, wenn man sich informiert?“, fragte Fraktionskollegin Simone Stenzer. Werner Neumann (FW) sprach von großer Verunsicherung im Dorf. Viele Allinger fragten sich, wozu es den WVA-Beitritt überhaupt brauche.

Die SPD will laut Hubert Winkler erst „Zahlen, Daten, Fakten“, allerdings nur zum WVA-Beitritt, auf dem Tisch haben. „Wenn wir einen Haken finden, können wir immer noch anders entscheiden.“ Dann aber könnte es zeitlich eng werden, warnte Ingrid Schilling (Bürgerschaft Alling). Schließlich endet der Vertrag mit den Stadtwerken im kommenden Frühjahr. Die Kosten für zusätzliche Angebote seien angesichts der Bedeutung der Wasserversorgung jedenfalls nachrangig.

Am Ende wurde sogar über Nitratgehalte von Allinger versus WVA-Wasser und dem Mineralwasser im Sitzungssaal, dann über die Zubereitung von Säuglingsnahrung gestritten. CSU, SPD und – sichtlich zögerlich – die Dorfgemeinschaft Biburg stimmten schließlich gegen die Einholung weiterer Angebote.

von Olf Paschen

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