In Alling

Wasserstreit ebbt nicht ab

Alling – Obwohl der Beitritt zum Zweckverband Ampergruppe vom Tisch ist, geht der Streit um die künftige Trinkwasserversorgung in Alling weiter. Im Gemeinderat gerieten jetzt erneut FW-Fraktionschef Hans Friedl und Bürgermeister Frederik Röder (CSU) aneinander.

Nachdem der Freie Wähler wiederholt das Wort ergriffen hatte, ohne sich vorher zu melden, erteilte der Rathauschef einen „ersten Ordnungsruf“. Weil Friedl offenbar von einer Geldbuße ausging („Ich habe meinen Geldbeutel dabei“), drohte der Bürgermeister sogar mit einem Sitzungsausschluss.

Erster Streitpunkt war die Frage, ob Röder eigenmächtig die bisherige Kooperation mit den Brucker Stadtwerken schon vor dem regulären Vertragsende (31. März 2017) beenden wollte. Danach wurde darüber diskutiert, wer alles bei einem anstehenden Beratungstermin mit einer Rechtsanwältin dabei sein darf.

Friedl hatte erneut moniert, dass der Gemeinderat nie über ein konkretes Angebot der Stadtwerke zur weiteren technischen Betriebsführerschaft der Allinger Wasserwerke informiert worden sei. Das gebe es auch nicht, entgegnete Röder, in Bruck habe man nur zu verstehen gegeben, dass die bisherigen günstigen Konditionen nicht aufrecht zu erhalten seien. Der Vertrag sei nicht gekündigt, nur habe man angefragt, ob Alling schon drei Monate früher die Zusammenarbeit beenden könne. Um zum Jahreswechsel dem Wasser-Zweckverband WVA beitreten zu können.

Die Brucker Stadtwerke seien im übrigen an einer Vertragsverlängerung interessiert. Allerdings muss die Gemeinde nach EU-Recht die künftige Betriebsführung, ob nur technisch oder auch kaufmännisch, nach einem offiziellen Ausschreibungsverfahren vergeben. Für den Beitritt zu einem kommunalen Zweckverband wie der Ampergruppe ist das nicht erforderlich.

Um sich über solche Ausschreibungsmodalitäten zu informieren, ist der Termin mit einer Juristin angesetzt, die für eine Kanzlei arbeitet, die sich auf solche Art von Beratung für Kommunen spezialisiert hat. Der Bürgermeister hat dazu die Fraktionsvorsitzenden und ihre Stellvertreter, seinen Vize Hans Schröder und den Wasserreferenten Thomas Muderlak eingeladen. Also fünf Teilnehmer der CSU und nur zwei von den Freien Wählern, rechnete Friedl vor.

Bei diesem Treffen gehe es nicht um Politik, sondern darum, „Informationen aufzunehmen, mitzunehmen und darüber nachzudenken“, widersprach Schröder. Und CSU-Fraktionschef Hermann Dejako kündige am Ende der Diskussion an, auf seinen Stellvertreter in der Gesprächsrunde zu verzichten. (op)

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