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Bisher steht nur Hans Schröder als Bürgermeister-Kandidat fest

Gegenkandidaten gesucht

Wer tritt gegen Hans Schröder im Rennen um Allings Bürgermeisteramt an?

Hans Schröder war der Erste, der seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt in Alling bekannt gegeben hat. Jetzt wollen auch andere Parteien in das Rennen um den Chefsessel in Alling einsteigen.

Alling – Rund zehn Monate vor der Kommunalwahl lichtet sich allmählich das Dunkel um mögliche Nachfolger des scheidenden Rathauschefs Frederik Röder (CSU). Nach der Nominierung von Vize-Bürgermeister Hans Schröder, der für seine eigene Wählergruppe „Allinger Bürgervereinigung“ ins Rennen geht, soll auch bei der größten politischen Kraft in der Gemeinde bereits eine Entscheidung gefallen sein.

Von zuletzt noch drei möglichen Kandidaten habe man sich jetzt auf einen geeinigt, berichtete der CSU-Ortsvorsitzende Joseph Strouhal dem Tagblatt. Mit diesem (männlichen) Bewerber müsse man allerdings „noch a bissl reden“. Mit der Personalie will die Union vermutlich erst nach Pfingsten an die Öffentlichkeit gehen, um den immer wieder genannten Thomas Muderlak, Wasserreferent im Gemeinderat, soll es sich aber nicht handeln. Auch der Fraktion steht ein Umbruch bevor: Zumindest deren Chef Hermann Dejako und Kulturreferent Max Brunner wollen nicht mehr kandidieren.

Die Freien Wähler wollen mit ihrer Entscheidung noch warten

Bei den Freien Wählern ist noch keine Entscheidung gefallen. „Es eilt ja auch nicht“, sagt Fraktionschef Hans Friedl. Beim letzten Mal sei der eigene Kandidat auch erst zwei Monate vor der Wahl nominiert worden. Der hieß vor fünf Jahren Friedl, ein anderes profiliertes Gesicht ist bei den Parteifreien eigentlich nicht in Sicht. Der FW-Sprecher ist allerdings gerade in den Landtag gewählt worden und wäre außerdem nicht mehr jung genug für eine zweite Amtszeit ab 2026 – es sei denn Alling würde zu einem ehrenamtlichen Bürgermeister zurückkehren, was so gut wie ausgeschlossen ist.

In der Frage einer eigenen Kandidatur ist Friedl dennoch „hin- und hergerissen“, wie er dem Tagblatt sagte. Im Maximilianeum könne er mehr für seine Gemeinde und die ganze Region erreichen, so der Rat der einen. Andere, gerade in Alling, drängen ihn, jetzt wo die Karten neu gemischt werden, zu einer Kandidatur. „Schauen wir mal, wen die CSU bringt“, sagt Friedl. Die Spaltung im konservativen Block, wo Ex-CSU-Mann Schröder eigene Wege geht, hält er jedenfalls nicht für dauerhaft: „Nach der Wahl machen’s wieder gemeinsame Sache.“

Die Dorfgemeinschaft will keinen eigenen Kandidaten aufstellen

Bei der ebenfalls parteifreien Dorfgemeinschaft Biburg-Holzhausen wird es nach Ansicht von Fraktionssprecher und Drittem Bürgermeister Ludwig Stecher erneut keinen eigenen Kandidaten geben. Da er selber aufhört, will er die Entscheidung den Bewerbern auf der neuen Gemeinderatsliste überlassen, auf der auch Angelika Reichlmayr nicht mehr zu finden sein wird.

Eigentlich sei Biburg zu klein, um den Bürgermeister der Gesamtgemeinde zu stellen. Andererseits, scherzt Stecher, hätte sogar Bruck schon einen OB aus dem kleinen Aich gehabt. Den einzigen bisher bekannten Kandidaten hält man in Biburg jedenfalls für geeignet: „Der Hansi (Schröder) wäre mit Sicherheit für die Dorfgemeinschaft wählbar“, sagt Stecher.

Wer der Kandidat der SPD wird, verrät die Partei noch nicht

Mindestens einen dritten Kandidaten neben denen von Bürgervereinigung und CSU wird es mit großer Wahrscheinlichkeit geben: Auch die SPD denkt über einen eigenen Bewerber nach. „Ziemlich sicher“ ist sich sogar Gemeinderat Hubert Winkler, dass die Sozialdemokraten mit ins Rennen um den Chefsessel gehen. Dass erneut Christian Lempart antritt, sei durchaus möglich. Die SPD hatte bei der vergangenen Wahl ein zweites Mandat hinzugewonnen, Winkler selbst, seit 25 Jahren im Gemeinderat, will wieder antreten.

Olf Paschen

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