Meistermacher Dario Orsolic und seine frischgebackenen Bayernliga-Frauen. foto: weber

Basketball

SV Germering steigt in Bayernliga auf

Germering – Nach einem zweijährigen Intermezzo in der 2. Bundesliga waren die Basketballerinnen tief abgestürzt. Bis runter in die Bezirksoberliga ging es für die ehemalige Nummer eins im Landkreis. Jetzt sind die Frauen des SV Germering zumindest wieder in die Bayernliga aufgestiegen.

Dabei sind die Germeringerinnen nicht unbedingt meisterlich in die Saison gestartet. „So wirklich an den Aufstieg haben wir am Anfang nicht gedacht“, gesteht Theresia Hofmann im Rückblick. Nach fünf Spieltagen standen zwar drei Siege auf dem Konto, aber auch zwei Pleiten in Dachau und Mitterfelden. Doch von da ab ging’s steil bergauf. Die SVG-Frauen verloren von den restlichen 13 Partien keine einzige mehr. Und so stieg auch das Selbstvertrauen. Als schließlich auch Schlüsselpartien gewonnen wurden, wurde offen vom Aufstieg gesprochen. „Der Knackpunkt war das Heimspiel gegen den FC Bayern“, sagt Hofmann.

Gegen die groß besetzte Bayernliga-Reserve der Münchnerinnen taten sich Germerings Korbjägerinnen schon immer schwer. Doch am achten Spieltag gelang ein 59:51-Erfolg gegen den Angstgegner. Und als drei Spieltage später dann auch noch der größte Konkurrent, die dritte Garde von Jahn München, zum zweiten Mal geputzt wurde, stand der Meisterschaft nichts mehr im Wege.

Ironie des Schicksals: Der Niedergang begann einst, als die Zweitligalizenz 2009/10 und 2010/11 zu Jahn gewandert war und deren erste Garde den Germeringer Platz in Deutschlands zweithöchster Spielklasse einnahm.

Die Rückkehr in die Bayernliga gelang nun auch dank zweier Spielerinnen, die auch schon vor und während der sportlich großen Zeiten zu den Leistungsträgern gehörten. Hofmann mauserte sich mit 27,7 Punkten im Schnitt zur Top-Punkte-Sammlerin der Liga. Sie selbst pausierte zwar während der Zweitligajahre, hatte aber großen Anteil am Aufstieg aus der Regionalliga zuvor. Zweite im Bunde der Korbjägerinnen - sowohl beim SVG, als auch ligaweit – ist die ebenfalls zweitliga-erfahrene Sabrina Schmidtke mit 15,6 Punkten.

Den endgültigen Schlüssel zum Aufstieg lieferte nach Hofmanns Ansicht aber eine andere Spielerin: Stasa Zvizaj kam während der Saison und ergänzte den Angriff der Gemeringerinnen in acht Spielen mit 9,2 Punkten im Schnitt entscheidend. „Sie war ein wichtiger Baustein. Ich weiß nicht, ob wir es ohne sie geschafft hätten“, sagt Hofmann. Endgültig auch rechnerisch eingetütet haben die SVG-Frauen den Aufstieg übrigens bereits im drittletzten Spiel – ausgerechnet beim Derby gegen Mammendorf. „Aber ob’s nun dort gelungen wäre oder nicht, ist gar nicht so entscheidend“, sagt Hofmann. Gefeiert wurde der Aufstieg so oder so – nicht ganz stilecht mit Sekt aus Pappbechern.

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