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Alte Häuser bekommen neue Schilder

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An den neuen Schildern für die alten Anwesen tüftelten Eva und Walter Gehring mehr als eineinhalb Jahre lang.  f: osman
An den neuen Schildern für die alten Anwesen tüftelten Eva und Walter Gehring mehr als eineinhalb Jahre lang. f: osman

Türkenfeld - Gut 80 Anwesen in Türkenfeld haben eine Geschichte, die sich über Jahrhunderte zurückverfolgen lässt. 63 von ihnen tragen künftig ein Schild mit dem alten Hausnamen und ein paar Stichworten zur historischen Entwicklung.

Die Aktion ist Teil der Sofortmaßnahmen im Rahmen der Dorfentwicklung. Doch ein Schnellschuss war die Herstellung der Schilder sicherlich nicht. Eineinhalb Jahre Recherche stecken dahinter, die von zwei Mitgliedern des Arbeitskreises Sofortmaßnahmen geleistet wurden: Eva und Walter Gehring, seit mehr als 30 Jahren Wahl-Türkenfelder.

Die beiden sind der alten deutschen Schrift mächtig und konnten so die vergilbten Verträge und Urkunden lesen und in Katastern und Steuerbüchern im bayerischen Staatsarchiv forschen. Tagelang schrieben die beiden mit der Hand Daten ab. Zu Hause wurde alles in den Computer eingegeben und später nochmals mit den Originalangaben im Archiv verglichen. Auch die Kurztexte für die Schilder und das Layout haben sie selbst gestaltet.

Am Wochenende war es dann soweit: Säuberlich aufgereiht lagen die ovalen Metalltafeln auf dem Tisch, an dem sonst der Gemeinderat tagt. Während unten im Schlosshof der Wochenmarkt bei Blasmusik und Freibier sein zweijähriges Jubiläum beging, nahmen oben im Saal die Hausbesitzer ihre Schilder in Empfang. „Toll“, so ihr Urteil. Die Kosten von 75 Euro tragen zu einem Drittel die Gemeinde, das Amt für Ländliche Entwicklung und die Hauseigentümer. Oft lassen die Namen der Anwesen Rückschlüsse auf die Tätigkeit früherer Besitzer zu. (os)

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Montags-Printausgabe.

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