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Die Pionier-Kaserne in Germering steht leer. Bis ins Jahr 2005 lebten hier schon Asylbewerber. Foto (ARchiv): greif

Alte Pionier-Kaserne soll wieder Asylbewerber aufnehmen

Germering/Fürstenfeldbruck - Die Suche nach Unterkünften für Asylbewerber wird immer drängender. Die alte Kaserne in Germering könnte eine Lösung sein.

Jede Woche werden dem Landkreis zurzeit bis zu zehn neue Asylbewerber zugeteilt. Die vorhandenen Unterkünfte etwa in Bruck, Grafrath, Olching oder Germering sind praktisch überfüllt - es geht gerade eben noch so. Bis zu 370 Menschen aus Syrien, Afghanistan oder afrikanischen Ländern könnten insgesamt untergebracht werden müssen. Der Landkreis sucht händeringend neue Unterkünfte. Landrat Thomas Karmasin hofft nun auf die Alte Pionier-Kaserne an der Otto-WagnerStraße in Germering.

Bis 2005 lebten dort schon Asylbewerber. Allerdings müssen die Gebäude hergerichtet werden, wie auch Gemerings OB Andreas Haas sagt. Er war von Karmasins Plänen in Kenntnis gesetzt worden, bei einer Besichtigung vor Ort am Donnerstag aber nicht selbst dabei. Haas hat nun für nächste Woche Vertreter aller Stadtrats-Fraktionen eingeladen, um zu diskutieren, ob die Stadt die alte Kaserne an den Kreis vermietet. Er erinnert, dass in Germering schon viele Hilfesuchende untergebracht sind. Neue Asylbewerber bedeuteten eine große Herausforderung für die Stadt - etwa bei der Bereitstellung von Kindergartenplätzen.

Haas warnt außerdem vor dem großen Sanierungsbedarf der 1935 errichteten Kasernen-Gebäude. Alle Umbaupläne - etwa für eine kulturelle Nutzung der Kaserne - sind bisher nämlich an den hohen Kosten gescheitert. Landrat Karmasin hält das Problem angesichts der Wohnraumnot jedoch für lösbar. Unterdessen ist aber auch die Erweiterung der Unterkunft am Starnberger Weg in Germering denkbar, wie Karmasin sagt. Vorsorglich hat das Bauamt schon neue Container bestellt. Bis diese geliefert werden, dauert es aber drei bis vier Monate. Als letzter Ausweg für den absoluten Notfall bleibt dem Landkreis die Beschlagnahmung einer Turnhalle. Die erste Wahl wäre hier wohl das Schulzentrum in Puchheim. „Wir gehen aber davon aus, dass wir zu diesem Mittel nicht greifen müssen“, sagt der Landrat.

Karmasin („Ich schlafe nicht leicht schlecht“) ließ schon im Kreistag am Donnerstag durchblicken, dass ihn die ganze Problematik sehr bewege. Auf keinen Fall, sagte er am Freitag, wolle er Menschen in Zelten unterbringen müssen, was theoretisch auch denkbar ist.

Der Landkreis will unterdessen weiter an der Praxis festhalten, anerkannte oder dauerhaft geduldete Asylbewerber so lang als möglich in den Unterkünften wohnen zu lassen, bis sie wirklich eigene Räume gefunden haben. Ein rigoroses Vorgehen würde die Kommunen in Zwangslagen bringen, da diese sich um Obdachlose kümmern müssen. Es gebe deshalb, so Karmasin, auch weiterhin großzügige Übergangszeiten. kg/st

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