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Als Auslöse für den Maibaum fordern sie Likör.

Rentner-Gang klaut Maibaum

Fürstenfeldbruck - Maibaumdiebstahl ist normalerweise Burschensache. Doch in diesem Fall übernahmen das die Senioren des Brucker Theresianums.

Sie klauten den Maibaum, den ihr eigener Heimleiter aufstellen lassen wollte - und zwar am hellichten Tag. Als Auslöse fordern sie Likör.

Rädelsführerin der Rentnergang war Hilde Bauer. Der Baum lag noch mit Rinde im Innenhof des Altenheims - scheinbar eine leichte Beute. Das Ziel: ein nur wenige Meter entferntes Grundstück. Den Besitzer hatte die 85-Jährige zum Komplizen gemacht, er ließ sein Gartentor offen.

So stahl die Rentner-Gang den Maibaum

Bilder von der diebischen Rentner-Gang aus Fürstenfeldbruck

Nach der Mittagspause zogen die rund 20 Senioren teils im Rollstuhl, los. „Sie waren alle total aufgeregt“, erzählt Feile. Einige standen vor dem Büro von Armin Seefried Schmiere. „Sie haben mich mit Tätigkeiten blockiert, so dass ich nicht im Haus herumlaufen konnte“, erzählt der 48-Jährige. Dass die Bewohner sich gerade am Maibaum zu schaffen machten, kam ihm gar nicht in den Sinn.

Eine diebische Bande: Die Senioren ruhten sich nach vollbrachter Tat auf dem Baum aus.

Unten im Garten standen die Diebe vor ganz anderen Schwierigkeiten. „Der Baum war mit einem dicken Draht angekettet“, erzählt Hilde Bauer. Ein Pfleger zwickte ihn durch. Dann luden die starken Männer den Stamm auf zwei Gepäckwagen und schoben ihn geschwind aufs Nachbargrundstück. „Die Leute auf der Straße sind stehen geblieben und haben gelacht“, sagt Feile.

Dem Hausmeister verging das Lachen, als er am Montag die geknackten Drähte entdeckte. Doch die diebische Bande um Hilde Bauer gestand die Tat schnell. Sie forderten eine Brotzeit, Schnaps und Likör. „Böse war uns keiner, auch nicht wegen des kaputten Drahts“, sagt die 85-Jährige verschmitzt.

Die goldenen Regeln beim Maibaum-Stehlen

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