Ortstermin geplant

Anwohner fordern Totalsperre für Lkw

In der Sudetenstraße in Althegnenberg rumort es gewaltig. Die Straße wird zum Teil von Lastwagen befahren. Jetzt fordern die Nachbarn eine Totalsperre für Lkw.

Althegnenberg – Die Laster passen nicht durch die Bahnunterführung. Dort ist die maximale Höhe 3,70 Metern. Also fahren viele über die Sudetenstraße.

Ein Verbotsschild für den Schwerlastverkehr über 7,5 Tonnen gibt es aber bereits in der Sudetenstraße, ebenso ein Tempo-30-Schild. Doch allzu oft fahren auch Lkws durch die Siedlung, die zu schwer sind und eigentlich über Mittelstetten/Oberdorf fahren müssten.

Die Umfahrung ist bekannt, manche Lkw-Fahrer müssen noch darauf hingewiesen werden, dass es eine Alternativstrecke gibt, die nicht durch eine Siedlung führt. Aber nicht alle Lkw-Fahrer halten sich daran. „Die schleichen dann hier durch“, erläutert Bürgermeister Paul Dosch (WG/BI).

Ein Teil der Anwohner hatte sich jetzt mit einem Antrag an die Gemeinde gewandt. Sie forderten eine Totalsperre. An der Sitzung, bei der dieser Antrag behandelt wurde, hatte übrigens kein Anwohner teilgenommen.

Eine Totalsperre würde auch Müllabfuhr, Heizöl-Lieferanten, andere Lieferungen und Baufahrzeuge ausschließen. Derzeit parkt dort ein Kran, da ein Anwohner sein Dach saniert.

„Anlieger frei“ steht unter dem Schild mit dem Verbot für Lkw über 7,5 Tonnen. Doch das ist einigen Anwohnern zu wenig. Auslöser ihres Antrags war ein Mähdrescher, der dort vor einiger Zeit gefahren ist, obwohl er das zulässige Höchstgewicht überschreitet. Der Fahrer konnte die Strecke Mittelstetten/Oberdorf damals allerdings nicht fahren, da diese wegen Bauarbeiten dicht war.

Da ihm keine andere Möglichkeit blieb, zu den Feldern zu gelangen, wählte der Mähdrescher-Fahrer die Sudetenstraße. Dort streifte er den Außenspiegel eines geparkten Pkw. „Der Fahrer hat aber seine Versicherungsnummer hinterlassen und den Schaden gemeldet“, so Dosch.

In der Sudetenstraße gilt Tempo 30. Zu schnell fahren können die Laster ohnehin nicht, wie der Rathauschef, der selbst dort wohnt, betont. Es gibt zu viele Engstellen und parkende Autos. „Wer dort zu schnell fährt, das sind die Nachbarn selbst“, weiß Dosch.

Nun soll ein Gespräch mit dem Amt für öffentliche Ordnung, der Polizei und den Anwohnern Klarheit schaffen. Die Gemeinde will die Straße bei der Bahnunterführung tiefer legen lassen, damit dort auch Lkw fahren können, die die erlaubte Höhe von 3,70 Metern überschreiten. Doch derzeit muss man auf die Endabnahme des Ausbaus der Strecke München-Augsburg durch die Bahn warten. Wird vorher etwas verändert, muss die Gemeinde laut Eisenbahnkreuzungsgesetz tief in die Tasche greifen, wie der Bürgermeister erläuterte.

Von Stephanie Hartl

Rubriklistenbild: © dpa

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