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Es kommt neuer Schwung in das Baugebiet „Erweiterung Graf-Dux-Straße“ in Althegnenberg. Doch wegen der Nähe zur Bahnlinie sind die Planungen schwierig. 

Fünf Meter hoher Lärmschutzwall

Baugebiet an Bahn: Machbar, aber schwierig

Es kommt neuer Schwung in das Baugebiet „Erweiterung Graf-Dux-Straße“ in Althegnenberg. Doch wegen der Nähe zur Bahnlinie sind die Planungen schwierig. Auf alle Fälle muss ein Lärmschutzwall her.

AlthegnenbergVor etwas mehr als einem Jahr hatte das Gremium die Ausweisung des neuen Baugebiets beschlossen. 44 Parzellen sollen südlich der Bahnlinie entstehen. Etwas über drei Hektar umfasst das gesamte Areal.

Der Gemeinderat hat sich nun in einer außerplanmäßigen Sitzung erneut mit dem Thema befasst. Bei den Vorberatungen waren auch Architekt Frank Reimann und Markus Hörmann, Bauamtsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf, anwesend.

Durch die Nähe zur Bahnlinie hatte es im Vorfeld intensive Messungen bezüglich des Lärmschutzes gegeben. Deshalb wird dort auch nur eine Bebauung Erdgeschoss plus Dachgeschoss oder Erdgeschoss plus erster Stock erlaubt werden. Bürgermeister Paul Dosch (WG/BI) erläuterte: „Bei einer höheren Bauweise würden sich erhebliche Probleme mit dem Lärmschutz ergeben.“ Zusätzlich muss ein insgesamt fünf Meter hoher Wall errichtet werden. Von den 44 Einheiten haben 38 eine Fläche von 405 bis 475 Quadratmeter. Diese gehören zum Teil Nord. Die sechs Parzellen mit Hanglage befinden sich am südlichen Teil des Baugebiets und sind zwischen 545 und 795 Quadratmeter groß.

Direkt im Anschluss an den Lärmschutz-Wall zur Bahn sollen zudem 15 Stellplätze entstehen. Ein Kinderspielplatz ist in diesem Bereich ebenfalls geplant.

Der Bodenrichtwert beziffert den Quadratmeterpreis dort mit 410 Euro. Die Preise für die Bauplätze stehen indes noch nicht fest, wie Rathauschef Dosch auf Tagblatt-Nachfrage betont, auch wenn in der Sitzung schon erste Zahlen genannt wurden.

Vize Ludwig Schmid (CSU) monierte die vielen Gutachten: „Wir wollen doch eigentlich ein Baugebiet schaffen, das erschwinglich ist und jetzt bleibt durch die ganzen Gutachten schon so viel Geld auf dem Weg.“ Die Gemeinde müsse nun einmal sicherstellen, dass die gültigen Regelwerte in Bezug auf den Schallschutz eingehalten werden, so Bauamtsleiter Hörmann.

Vielleicht sollte man auch darüber nachdenken, die zulässige Grundfläche zu erhöhen, meinte Norbert Scholz (CSU). Sprich: Die Häuser etwas breiter zulassen, wenn es schon wegen des Lärmschutzes nicht höher geht „Es muss ja auch für Familien bezahlbar sein.“ Klaus Kinader (SPD) hatte den Plänen des Architekten nichts entgegenzusetzen: „Es sind sehr viele gute Gedanken drin und es fügt sich gut ein.“

Ludwig Neuner (SPD) warf ein, ob man den geplanten fünf Meter hohen Wall nicht entlang der Bahnlinie verlaufen lassen könnte statt entlang der Grenze des Baugebiets, wie es jetzt geplant ist. Das werde man von der Gutachterin prüfen lassen, stellte der Architekt in Aussicht. Grundsätzlich stehe dem eigentlich nichts entgegen, denn je näher der Wall an den Schienen liegt, desto wirksamer ist er. Es stelle sich nur die Frage, wie lang er dann sein müsste.

Auf bestimmte Haustypen für dieses Baugebiet wollte sich der Gemeinderat noch nicht festlegen. Architekt Reimann soll nun prüfen lassen, ob der Wall auch verschwenkt werden kann. Die Parzellierung soll so bleiben wie bisher geplant, ebenso die Grundstücksgrößen. Bei der Bebauung wird Erdgeschoss plus erster Stock die Obergrenze sein. Die Straßenbreite ist mit 6,50 Meter geplant.

von Stephanie Hartl

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