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Paul Dosch hat seine letzte Bürgerversammlung geleitet.

Schulden wurden abgebaut

Althegnenberger wollen Schandfleck aus Ortsmitte los haben

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Es war die letzte Bürgerversammlung für Paul Dosch. Und den Rathauschef freute es sichtlich, dass die Mehrzweckhalle so gut gefüllt war. „Das zeigt das Interesse an der Gemeinde“, freute sich der nach der Kommunalwahl im Frühling aus dem Amt scheidende Bürgermeister.

Althegnenberg – Exakt 152 Anwesende waren zuvor gezählt worden. Wie üblich gab Dosch zunächst einen Überblick über das Gemeindegeschehen. Das „Sorgenkind“ sei derzeit die Kanalsanierung. Man hatte 2018 die Sanierung beschlossen und die Aufträge vergeben, aber die Ausführung verzögerte sich. „Deshalb müssen wir fast alles heuer machen“, so Dosch. Die Maßnahme sei mittlerweile fast abgeschlossen. Laut Wasserwirtschaftsamt sei Althegnenberg eine der wenigen Gemeinden, die ihr Kanalnetz auf dem neuesten Stand haben. „Damit werden wir lange Jahre Ruhe haben“, betont der Bürgermeister.

In Sachen „Nutzung Alte Schule in Hörbach“ ist laut Dosch für die kommende Woche ein Termin im Landratsamt angesetzt. Positiv hat sich der Schuldenstand entwickelt. Hatte die Gemeinde im Jahr 2005 noch einen Schuldenberg von 1,7 Millionen Euro, sind es mittlerweile nur noch knapp 60 000 Euro. Daraus ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 29,85 Euro – der Landesdurchschnitt liegt bei 605 Euro.

Bei der Diskussionsrunde ging es vor allem um das alte Bergmüller-Anwesen

Nach eineinhalb Stunden eröffnete Dosch mit dem inzwischen dazugekommenen Landrat Thomas Karmasin die Diskussionsrunde. Ein Bürger erkundigte sich nach den Problemen bei der Kläranlage. Ein Wert sei extrem erhöht gewesen, derzeit arbeite das Ingenieurbüro daran, so Dosch.

Ein weiterer Zuhörer wandte sich direkt an den Landrat: „Warum passiert bei dem Bergmüller-Anwesen nichts? Das war früher unser Tanzlokal und ich würde gern noch erleben, dass da was hinkommt“ Auch Alt-Bürgermeister Helmut Hilscher bezeichnete den Platz mitten im Ort, wo einst das Wirtshaus stand, einen Schandfleck. „Wir müssen endlich was für die Ortsmitte tun.“ Dafür gab’s viel Applaus.

Bürger fordern Wohnungen und Gewerbe

Karmasin war von dem Thema etwas überrumpelt, dafür sprang Bürgermeister Dosch ein: „Es gibt zwei Investoren, das Hauptproblem ist aber momentan der Denkmalschutz.“ Demnächst sei ein Gespräch geplant und dann könne man hoffentlich ins Verfahren gehen. „Herr Landrat, die Kreisbaumeisterin soll Gas geben, es eilt“, war zu hören. Dafür gab’s viel Zustimmung.

Ein Besucher bat, dass nicht nur Wohnungen entstehen sollten. „Den Ortskern muss man aufleben lassen“, Dosch entgegnete, dass genau das ja geplant sei an dem Gebäude an der Hochdorfer Straße: „Im Erdgeschoss soll dort Gewerbe rein.“ Nach gut zwei Stunden beendete Paul Dosch seine letzte Bürgerversammlung als Rathauschef.

Der Nachfolger von Paul Dosch wird ein hauptamtlicher Bürgermeister. So wurde es beschlossen. Und Althegnenberg ist jetzt ist auch ganz offiziell Teilnehmer bei der kommunalen Wohnbaugesellschaft.  

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