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Übergaben die Unterschriften: Reiner Dunkel, Regina Schlegtendal und Anton Kistler (v.l.)

Althegnenberg

Bürgerbegehren zum Feuerwehr-Standort wohl erfolgreich

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Das Bürgerbegehren gegen den geplanten Standort des neuen Feuerwehrhauses in Hörbach ist wohl erfolgreich.

Althegnenberg– Am Freitag haben die Initiatoren die von ihnen gesammelten Unterschriften in der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf abgegeben. Insgesamt haben 503 Bürger das Begehren unterzeichnet – mit 160 Unterschriften wären die geforderten zehn Prozent erreicht gewesen. Jetzt müssen die Unterlagen aber noch von der Verwaltung geprüft werden.

Für ein gemeinsames Haus

Der genaue Wortlaut des Begehrens lautet: „Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Althegnenberg ein gemeinsames Feuerwehrgerätehaus mit Standort Althegnenberg für die Feuerwehren aus Althegnenberg und Hörbach erstellt?“ Die Initiatoren sind für eine gemeinsame Wache, um Geld zu sparen und weil dann die Fläche in Hörbach nicht versiegelt werden müsse. Beide Wehren könnten erhalten bleiben, sich aber eine Wache in Althegnenberg teilen. Als Standort dort stellt man sich ein Areal nahe des Friedhofs vor. Hintergrund ist, dass beide Feuerwehren in nächster Zeit ein neues Haus brauchen. Beide Wachen sind marode.

Kurz vor Weihnachten hatte der Gemeinderat den Neubau eines Feuerwehrhauses für die Hörbacher Wehr auf einem freien Grundstück mitten in Hörbach beschlossen – mit 7:6 Stimmen. Schon damals war ein Bürgerbegehren angekündigt worden, jetzt ist es Fakt. Als Initiatoren fungieren neben Anton Kistler, einziger direkter Anwohner des Grundstücks, die CSU-Ortschefin Regina Schlegtendal und Altbürgermeister Reiner Dunkel (SPD). Schlegtendal betont aber, dass sie Kistler als Privatperson unterstützt. Das Ganze laufe ohnehin parteiübergreifend. Die Gemeinderatsmitglieder von CSU und SPD hatten sich bis zuletzt gegen den Bau mitten im Ort gewehrt – waren jedoch mit einer Stimme unterlegen.

Rundbrief schlägt hohe Wellen

Hohe Wellen schlug dann ein Rundbrief, der an Silvester in Briefkästen landete. Titel: „Tod der Freiwilligen Feuerwehr Hörbach“. Darin wurden die Bürger aufgefordert, das Bürgerbegehren nicht zu unterschreiben. Als Ansprechpartner sind auf dem Brandbrief die beiden Ratsmitglieder der Dorfgemeinschaft Hörbach sowie die Kommandanten und Vorsitzenden der Hörbacher Feuerwehr genannt – alles Befürworter des vom Gemeinderat gewählten Standorts.

Kistler kritisierte in der jüngsten Gemeinderatssitzung im Rahmen der Aktuellen Viertelstunde, dass man sich darauf geeinigt habe, den Weihnachtsfrieden zu wahren und erst danach das Thema wieder anzugehen. Zu Bürgermeister Paul Dosch (BI) sagte er: „Alle Achtung, du hast es durchgezogen.“

Nun wird das Bürgerbegehren auf Zulässigkeit geprüft. Falls alles seine Richtigkeit hat, muss innerhalb von drei Monaten ein Termin für den Bürgerentscheid festgelegt werden. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens wollen über das Thema demnächst weiter informieren. Sie arbeiten an der Internetseite www.gemeinsames-feuerwehrhaus-althegnenberg.de.

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