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Stefan Pfannes ist seit 20 Jahren als Archivar tätig.

Althegnenberg

Er sorgt für Ordnung in den Gemeinde-Archiven

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Stefan Pfannes arbeitet in der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf, ist Gemeinderat in Maisach und bringt als Archivar Ordnung in so manches staubiges Kämmerlein – jetzt auch in Althegnenberg.

Althegnenberg – Als Pfannes seine neue Stelle in Althegnenberg antrat, war er gleich einmal erstaunt: „Das Archiv hier ist sehr gut geführt worden, das ist natürlich angenehm zum Arbeiten“, so der 41-jährige Rottbacher. Das sei aber nicht immer der Fall, sondern schon eher die Ausnahme.

Frühere Bürgermeister und die Mitarbeiter der Kanzlei in Althegnenberg hätten das bewährte System mit dem Regis-Ordner – Vierfach-Lochung – beherzigt und die Behörden-Heftung verinnerlicht. Hierbei liegt das älteste Dokument oben auf. Blättert man bis zum Ende, kommt das jüngste Papier. „Damit wird gelesen wie in einem Buch“, erklärt Pfannes.

Das mache es dem Archivar leicht, denn man spare sich das Umsortieren wie bei einem normalen Ablage-System. Zudem sei das Archiv hier immer schon im Rathaus gewesen. In vielen kleinen Gemeinden befanden sich Dokumente, Akten und Unterlagen früher der Einfachheit halber beim Bürgermeister zuhause.

Bei einem Amtswechsel ging oftmals etwas verloren, wurde vergessen oder – Alptraum des Archivars – weggeworfen. Digitalisiert werde im Übrigen nichts im Archiv. „Die Nutzung in einem kleinen Gemeinde-Archiv geht eigentlich gegen null“, erläutert er. Will man in der eigenen Familiengeschichte stöbern, sind Pfarr-Archive besser geeignet. Denn im Rathaus würden nur reine Verwaltungsakten gelagert. Die eine oder andere Schachtel mit alten Fotos hat Pfannes auch schon entdeckt. Dennoch könne jeder Althegnenberger das Gemeinde-Archiv einsehen, wenn alles fertig geordnet ist, was voraussichtlich Ende des Jahres der Fall sein wird.

Termine werden dann später nach Absprache vergeben, der Archivar muss natürlich anwesend sein, zum einen, damit nichts durcheinander kommt, zum anderen zur Hilfestellung, wenn etwas Bestimmtes gesucht wird. Die Bestände in Althegnenberg gehen zurück bis ins frühe 19. Jahrhundert. Hier muss Stefan Pfannes auch nur etwa 30 Jahre nacharbeiten und nicht bei null anfangen. Denn bis in die 1970er-Jahre wurde das Archiv gut gepflegt. Doch Pausen sind geradezu tödlich für ein Archiv.

„Man muss laufend ein Auge drauf haben“, erklärt der Rottbacher. „Einmal pro Jahr muss eine Revision sein, sonst geht alles wieder unter.“ Seit 20 Jahren geht Stefan Pfannes diesem Nebenjob als Archivar inzwischen nach, der sich damals aus seinem Hobby entwickelt hat. Langweilig wird es ihm übrigens nie. „Man findet immer wieder was Neues und es macht immer noch Spaß.“

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