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Feuerwehrhaus-Fusion: Das sagen die Kommandanten

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Robin Pradel, Kommandant der Feuerwehr Althegnenberg, im dortigen Gerätehaus.
Robin Pradel, Kommandant der Feuerwehr Althegnenberg, im dortigen Gerätehaus. © Hartl

Der Bürgerentscheid hat die Weichen gestellt: Die Feuerwehren von Althegnenberg und Hörbach sollen sich künftig ein Gerätehaus teilen. Doch was sagen die beiden Kommandanten dazu?

Althegnenberg – Das Ergebnis des Bürgerentscheids zieht viel Arbeit nach sich. Erst einmal müssen Bürgermeister Rainer Spicker und der Gemeinderat ein Grundstück im Hauptort finden und in Verhandlungen mit dem Eigentümer treten. Dann wird der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan erarbeitet. Erst danach ist ein Bauantrag möglich. Zuvor kommt jedoch noch der Feuerwehrbedarfs-Plan auf den Tisch. Geklärt werden muss, ob Einsatzorte in Hörbach schnell genug von Althegnenberg erreicht werden können. Schließlich werden die Aktiven befragt: Wer würde sein Ehrenamt niederlegen, wenn es künftig nur noch ein Gerätehaus gibt?

Auch das Haus im Hauptort muss saniert werden.
Auch das Haus im Hauptort muss saniert werden. © Hartl

Althegnenbergs Kommandant Robin Pradel sagt zu der ganzen Sache: „Es ist schön, dass endlich eine Entscheidung da ist und man weiß, in welche Richtung es geht.“

Seit Jahren war das Thema neues Feuerwehrgerätehaus – sowohl in Althegnenberg als auch in Hörbach – immer wieder verschoben worden. Beide Häuser sind sanierungsbedürftig. Die Althegnenberger hatten sich offen gezeigt für ein gemeinsames Haus, die Hörbacher hatten sich weiter ein eigenes Haus gewünscht und wollen ihre Selbstständigkeit behalten.

Das Feuerwehrhaus im Ortsteil Hörbach.
Das Feuerwehrhaus im Ortsteil Hörbach. © Hartl

Hörbachs Kommandant Florian Bernhard sagt: „Wir werden sehen, was die Überprüfung durch den Feuerwehrbedarfs-Plan ergibt. Auch die Mitglieder-Befragung wollen wir abwarten.“

Die Hörbacher Wehr hatte sich ziemlich rausgehalten aus dem Flyer-Kampf, der im Vorfeld des Bürgerentscheids entfacht worden war. Eigenständig wolle man bleiben, das war ein Wunsch. Man brauche ein Haus – oder der Zustand des jetzigen Domizils müsste verbessert werden. „Nicht groß, sondern warm, sicher und für die Zukunft soll es sein“ hieß es im Flugblatt der Hörbacher Wehr zu ihrem Domizil.

Florian Bernhard ist Kommandant in Hörbach.
Florian Bernhard ist Kommandant in Hörbach. © Hartl

Die Althegnenberger Kameraden traten dagegen als Unterstützer des Bürgerbegehrens auf – neben CSU, SPD und Grünen. Sie gaben im Juni eine zweiseitige Stellungnahme heraus. Im Hinblick auf einen Zusammenschluss mit den Aktiven aus Hörbach hieß es darin, dass „die Vereine weiterhin einzeln für sich bestehen und ihre Eigenständigkeit wahren können“. Ein gemeinsames Haus ist für Pradel aber nur dann sinnvoll, wenn es nicht zwei Eingänge, zwei Fahrzeughallen und zwei Kommandanten-Büros gibt. „Sonst geht das Ganze am Ziel vorbei.“ Er glaubt aber, dass es funktionieren kann. Pradel: „Althegnenberg wäre für alles offen.“

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