Gemeinderatsmitglied Janine Beier-Seifert
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Janine Beier-Seifert ist nun parteilos im Gemeinderat Althegnenberg.

Austritt aus Partei

Grüne Kommunalpolitikerin verlässt ihre Fraktion

  • vonStephanie Hartl
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Die Grünen sind künftig nur noch als Duo im Althegnenberger Gemeinderat vertreten. Denn Janine Beier-Seifert ist aus der Fraktion ausgetreten.

Althegnenberg – Sie bleibt weiter im Gemeinderat, aber künftig als parteiloses Mitglied. Die 42-Jährige, die erst im März gewählt und im Mai vereidigt worden war, hatte ihre Entscheidung in der letzten Sitzung vor der Sommerpause verkündet.

Die Grünen sind künftig nur noch als Duo im Althegnenberger Gemeinderat vertreten. Denn Janine Beier-Seifert ist aus der Fraktion ausgetreten. Sie bleibt weiter im Gemeinderat, aber künftig als parteiloses Mitglied. Die 42-Jährige, die erst im März gewählt und im Mai vereidigt worden war, hatte ihre Entscheidung in der letzten Sitzung vor der Sommerpause verkündet.

Grünen-Ortschef Andreas Birzele ist „enttäuscht über die Entscheidung, vor allem nach so kurzer Zeit“. Er hätte eine Rücksprache über diesen Schritt im Vorfeld mit ihm und dem zweiten Grünen-Vertreter im Gremium, Marcus Drexl, erwartet. Birzele hofft aber, dass sich Janine Beier-Seifert „auf die im Wahlkampf gemeinsam erarbeiteten Ziele besinnt und sich für diese auch einsetzen wird“.

In einer Stellungnahme zu dem Austritt aus der Grünen-Fraktion schreibt die 42-Jährige: „Ich möchte keine politischen Ränkespiele, kein destruktives Dagegensein, ich möchte gemeinsam das Beste für das Dorf erreichen, auf einer ehrlichen und konstruktiven Ebene.“ In der Juni-Sitzung hatten Birzele und Drexl den Bebauungsplan Erweiterung Graf-Dux-Straße heftig kritisiert und den restlichen Gemeinderat samt Rathauschef damit ziemlich verblüfft, da kurz zuvor der Bauauschuss, in dem Drexl Mitglied ist, diesen vorberaten hatte.

Von Bürgermeister Rainer Spicker (BI) hatte sich Janine Beier-Seifert bestätigen lassen, dass sie ihr Amt nicht komplett niederlegen muss und er „hinter ihr stehe, egal, wie die Entscheidung ausfalle“, berichtet sie auf Tagblatt-Anfrage. Denn ganz aussteigen aus der kommunalpolitischen Arbeit wolle sie nicht: „Ich möchte auch mein Fachwissen als Kindergarten-Referentin einbringen.“

Nach der Pressemitteilung der Grünen zum Feuerwehr-Streit – die Grünen hatten den Flyer der Gemeinde zum Ratsbegehren kritisiert – habe sie schließlich gemerkt, dass sie die Reißleine ziehen müsse, sagt Janine Beier-Seifert. Respekt im Umgang mit ihren Mitmenschen seien für sie selbstverständlich – „egal ob grün, rot oder schwarz“.

Mit den Grünen hatte es danach aber noch Gespräche gegeben. Einer weiteren Zusammenarbeit im Gemeinderat stehe nichts im Weg.

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