Schottervorgärten
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Gärten wie dieser sind umstritten.

Althegnenberg

Schottergärten sollen verbannt werden

  • VonStephanie Hartl
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Die Grünen wollen keine Schottergärten mehr Althegnenberg. Sie forderten in einem Antrag an den Gemeinderat ein Verbot. Das stieß teils auf Widerstand bei den Ratsmitgliedern.

Althegnenberg – Bürgermeister Rainer Spicker (BI) meinte: „Eine Satzung wäre sinnvoll, aber wie soll man das umsetzen?“ Das Landratsamt werde das nicht kontrollieren. Somit bliebe dann nur für die Gemeinde der Weg der Klage vor Gericht. Und ob man damit Erfolg habe, sei zu bezweifeln. Zumal es schon einige Schottergärten gäbe. Diese hätten dann Bestandsschutz.

Andreas Birzele (Grüne) erläuterte den negativen Einfluss solcher Gärten auf das Mikroklima. Wasser könne nicht schnell ausreichend versickern. Und zum Großteil würden Schottergärten nicht mit einheimischen Gewächsen bepflanzt. Birzele schlug vor, eine Satzung mit der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Mammendorf vorzubereiten. „Wir sollten damit ein Zeichen setzen“, ergänzte Markus Drexl (Grüne).

Klaus Westner (BI) nannte es eine „gute Sache“, wollte aber lieber auf Freiwilligkeit setzen: „Wir haben schon so viele Satzungen und wir können es nicht kontrollieren.“

Marianne Dunkel (SPD) sah das anders und sprach sich für ein Regelwerk aus. Auch Janine Beier-Seifert (parteilos) fand: „Es ist zu spät für Freiwilligkeit.“ Ludwig Schmid (CSU), der sich in der Gemeinde auf die Suche gemacht hatte, berichtete: „Ich habe Schottergärten bei uns jetzt nur an Hausränder-Einfassungen gesehen und nicht als große Fläche.“ Er bezweifelt, dass man mit dem Verbot von Schottergärten einen größeren Erfolg haben werde als damals, als es um die Bepflanzung mit Thujen ging.

Das Gremium votierte mit knapper Mehrheit für eine Satzung, wie in der Stadt Fürstenfeldbruck zuletzt auch. Birzele wurde beauftragt, eine Vorlage zu erstellen.

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