Eine französische Bulldogge.
+
Das Halten von Hunden - hier eine französische Bulldogge - wird etwas teurer.

Althegnenberg

Kritik an höherer Hundesteuer - doch die Befürworter setzen sich durch

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
    schließen

Althegnenberg erhöht ebenfalls die Hundesteuer. Der Gemeinderat schließt sich damit der Empfehlung der Verwaltung an, die Steuersätze in allen Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Mammendorf gleich zu gestalten. Einigen Ratsmitgliedern stieß dieses Vorgehen jedoch sauer auf.

Althegnenberg – Mit ein Grund für den Widerstand war, dass die Steuer mehr erhöht wird, als in vielen anderen VG-Gemeinden. Zusammen mit Adelshofen lag Althegnenberg zuletzt mit einem Satz von jährlich 50 Euro nämlich zehn Euro unter den Sätzen der restlichen Mitgliedsgemeinden. Eine Erhöhung auf den vorgeschlagenen Betrag von 70 Euro für den ersten Hund, erachtete Ludwig Neuner (SPD) als zu viel.

Auch Bürgermeister Rainer Spicker (BI) sagte, dass er die Erhöhung bei der Besprechung der VG-Bürgermeister kritisch gesehen habe. Er und der ebenfalls von einer 20-Euro-Erhöhung betroffene Adelshofener Amtskollege Robert Bals hätten sich letztlich aber überreden lassen.

Der Rathauschef warf die Frage in die Runde: „Warum sollte ein Althegnenberger weniger zahlen als Bürger anderer Gemeinden?“ Außerdem würde die Kommune mit der Bereitstellung und Leerung der Hundetoiletten auch eine Gegenleistung bringen.

Nach Ansicht von Manfred Christoph (BI) würden dafür aber auch die bisherigen Einnahmen aus der Hundesteuer ausreichen. „Nur wegen der Gleichschaltung mit den anderen VG-Gemeinden ist eine 40-prozentige Erhöhung des Steuersatzes zu hoch“, sagte er. Andreas Birzele (Grüne) verwies außerdem auf die zusätzliche Belastung von Familien in Corona-Zeiten. Die sah Sebastian Fröhlich (BI), selbst Hundebesitzer, aber nicht als unverhältnismäßig an. „Die Mehrbelastung sind 1,60 Euro im Monat.“ Angesichts der weiteren Kosten, die ein Hund verursache – Fröhlich nannte vor allem die Tierarztkosten –, sei dies kein Problem.

Letztlich stimmte eine 7:5-Mehrheit für die Erhöhung. Demnach zahlen Hundebesitzer für den ersten Hund künftig 70 Euro, für den zweiten 120 statt der bisherigen 100 und für jeden weiteren 150 statt 125 im Jahr. Für Kampfhunde wird einer Steuer von jährlich 700 Euro fällig.  ad

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare