100 Grundschüler sind für die Mittagsbetreuung angemeldet, Tendenz stark steigend. SymbolFoto: dpa
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Grundschüler bei der Mittagsbetreuung.

Althegnenberg

Offene Ganztagsschule soll im Herbst 2022 starten

  • vonStephanie Hartl
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Mit dem Thema Offene Ganztagsschule (OGTS) beschäftigt sich derzeit der Gemeinderat. An der Grundschule Althegnenberg-Mittelstetten gibt es aktuell zwei Formen der Betreuung nach dem Unterricht.

Althegnenberg - In Althegnenberg, wo die Erst- und Zweitklässler der beiden Orte die Schule besuchen, übernimmt die Mittagsbetreuung das JuCa (Jugendcafé Mammendorf). In Mittelstetten, die Heimat der Dritt- und Viertklässler, gibt es einen Hort der Gemeinde. Ein gemeinsamer Schulverband besteht indes nicht.

„Wir überprüfen gerade unsere Möglichkeiten zur Schulbetreuung“, sagte Bürgermeister Rainer Spicker (Wählergruppe Bürgerinitiative/BI). Seinen Informationen zufolge will Mittelstetten die Betreuung im Hort aber beibehalten. Man habe sich schon die OGTS in Grafrath angeschaut, so Spicker: „Dort funktioniert es wohl super.“ Montag bis Freitag werden dort die Kinder bis 16 Uhr betreut. Freitags geht es bis 14 Uhr, ist dann aber kostenpflichtig. Es werden die Hausaufgaben erledigt, danach gibt es ein vielfältiges Nachmittagsprogramm, auch Sport und Musikangebote sind vorhanden. Es findet ein enger Austausch mit den Lehrern statt. Für die Arbeit ist ein Trägerverein zuständig.

„Das ist auch bei uns vorstellbar, aber die Gemeinde könnte ebenso der Träger sein“, erklärte Kindergartenreferentin Janine Beier-Seifert (parteilos), die sich des Themas der Offenen Ganztagsschule angenommen hatte. Man brauche aber unbedingt jemanden, der das Angebot leitet und umsetzt.

Anbau wird nicht billig

Für Althegnenberg wolle man einen Millionen Euro teuren Anbau eigentlich vermeiden und stattdessen die vorhandenen Räumlichkeiten im Schulgebäude nutzen. „Dann könnte man im September 2022 starten, und wir hätten damit eine sehr moderne Schule bei uns“, sagte der Rathauschef.

Schulreferent Manfred Christoph (BI) lobte Spicker und die Kindergartenreferentin Beier-Seifert. Beide hatten sich frühzeitig mit dem Thema beschäftigt. Christoph hatte aber nicht nur Lob, sondern auch eine klare Forderung: „Die Bedarfsumfrage muss jetzt unbedingt raus.“ Erst wenn man wisse, was die Eltern für ihre Sprösslinge brauchen, könne man ordentlich planen. Marianne Dunkel (SPD) fügte hinzu: „Bis April 2022 müsste man dann soweit sein mit dem Antragsverfahren.“

Andreas Birzele (Grüne) betonte, man solle bei der Umfrage auch die Möglichkeit einer Hortbetreuung mit aufnehmen. Klaus Westner (BI) unterstützte dies: „So haben wir eine Vielfalt für die Bürger.“ Er bat zudem darum, allen Gemeinderatsmitgliedern die Präsentation der OGTS Grafrath zukommen zu lassen, damit man sich ein genaues Bild machen könne.

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