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Die Gemeinde möchte ein Bauvorhaben erlauben.

Althegnenberg

Rätselhafter Vermerk im Bebauungsplan

  • vonStephanie Hartl
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Rätselraten im Gemeinderat: Ein Grundstück in Hörbach ist im Bebauungsplan mit dem Hinweis „Bedarfsfläche Feuerwehrhaus“ eingetragen. Das sorgt für Probleme.

Althegnenberg - Der Bebauungsplan „Mieswiesen und Point“ stammt aus dem Jahr 1989. Warum der Vermerk seinerzeit gemacht wurde, konnte nicht mehr eindeutig geklärt werden. Fakt ist aber, dass der Besitzer des Grundstücks dort nicht wie gewünscht bauen darf, solange die Zweckbindung feststeht. Bauherr Philipp Bentenrieder war deswegen bereits vor einem Jahr im Gemeinderat. Damals wurde beschlossen, über den Umgang mit dem Vermerk erst dann zu sprechen, wenn zum Thema Feuerwehrhaus eine Entscheidung gefallen ist. Dann kam der Bürgerentscheid, in dem sich die Mehrheit für den Bau eines gemeinsamen Hauses aussprach. Die ursprünglich für das Feuerwehrhaus in Hörbachs Dorfmitte vorgesehene Fläche war damit vom Tisch.

Da kommt kein Feuerwehrhaus hin

Dass aber dort, auf dem Grundstück von Bentenrieder, kein Feuerwerhaus gebaut werden soll, darin waren sich die Althegnenberger Gemeinderatsmitglieder einig. „Ich sehe nicht, dass da ein Feuerwehrhaus hinkommen könnte“, sagte Marianne Dunkel (SPD). Auch Bürgermeister Rainer Spicker (Wählergruppe Bürgerinitiative/BI) betonte: „Persönlich finde ich, dass das Grundstück viel zu teuer wäre für ein Feuerwehrhaus.“ Man müsse für ein solches Vorhaben eine Fläche nutzen, die sich bereits im Gemeindebesitz befinde. Zumal Bentenrieder seinen Grund ja selbst bebauen wolle.

Problem ist aber auch die Zufahrt zum Grundstück, derzeit nur fünf Meter breit. Der Gemeinderat hätte gerne auf 6,50 Meter verbreitert und dazu die nötigen Flächen von Bentenrieder erworben. Das hatte auch Bauamtsleiter Markus Hörmann aus der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Mammendorf angeregt.

„Dann sollten wir das Thema zurückstellen und nochmals in Verhandlungen gehen“, forderte Feuerwehrreferent Klaus Westner (BI) in der Gemeinderatssitzung. „Da sollte schon ein Kompromiss möglich sein“, meinte Andreas Birzele (Grüne) mit Hinweis auf den Rettungsweg.

In der Sitzung betonte Bentenrieder jedoch, dass er nicht bereit sei, Grund abzutreten. Das Gremium stimmte trotzdem geschlossen für eine Zurückstellung des Antrags.  gog

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