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Interkommunales Projekt

Althegnenberg sagt Ja zur Wohnbaugesellschaft

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 Ein deutliches Signal hat der Gemeinderat in Sachen kommunaler Wohnungsbaugesellschaft gesendet. Einstimmig entschied sich das Gremium für den Beitritt.

Althegnenberg – Anders als die meisten Gemeinden in Westkreis besitzt Althegnenberg 16 eigene Wohnungen im Gemeindehaus in der Graf-Dux-Straße. Das Gemeindehaus wurde in den 1950er-Jahren errichtet. Die Wohnungen sind derzeit allesamt belegt, dennoch gibt es, wie Bürgermeister Paul Dosch (Wählergemeinschaft Bürgerinitiative) berichtet, ständig Nachfragen nach verfügbaren Wohnungen in der Gemeinde.

„Der Beitritt ist für mich auch ein symbolischer Akt, der zeigt, dass wir auch etwas tun bei der aktuellen Wohnungsnot“, sagte der Rathauschef. Er warnte seine Räte vor allzu viel Skepsis im Vorfeld: „Vor zwei, drei Jahren kommt da eh nichts raus, man darf jetzt nicht gleich keine Wunderdinge erwarten. Aber jetzt muss man das Ganze erst einmal zum Laufen bringen.“

Dosch hat sich entsprechende Projekte in den Landkreisen Ebersberg und Dachau bereits angesehen. Man könne auch hier etwas aufbauen, was andere Kreise schon lange betreiben. Er glaubt an den Erfolg auch im Landkreis Fürstenfeldbruck: „In der Summe geht zusammen eben mehr als alleine.“

Norbert Scholz (CSU) betonte, er sei für den sozialen Wohnungsbau, fand aber: „Wir sollten die Verwaltung für unser Gemeindehaus nicht in fremde Hände geben. Wir sind im Vergleich zu anderen Gemeinden eh schon weit voran.“

Man müsse da aber nichts abgeben, erwiderte Vize-Bürgermeister Rainer Spicker (WG/BI). Die Verwaltung von Bestandswohnungen abzugeben sei keine Pflicht, ergänzte auch Dosch. Die Einlage von 10 000 Euro pro Kommune, die der Gesellschaft beitritt, sei zudem eine einmalige Zahlung. Dosch: „Es gibt keine Nachschusspflicht für die Gemeinden.“

Auf die Frage nach einem möglichen Ausstieg aus der Gesellschaft entgegnete Dosch: „Wir sollten nicht schon vom Austritt reden, bevor wir Eintritt gezahlt haben.“ Dem Gesellschaftervertrag, der noch entworfen werden muss, muss der Gemeinderat dann bei Vorlage gesondert zustimmen. 

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