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Althegnenberg

Schützenheim wird erweitert

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 Die Schützen bekommen mehr Platz im Keller der Turnhalle. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag auf Erweiterung zu – aber nur, weil umfangreiche Zuschüsse zu erwarten sind.

Althegnenberg – Eigentlich könne man sich das Projekt, das die Kommune rund 80 000 Euro kosten wird, nicht leisten.

Die Schützengesellschaft Althegnenberg 1857, so der offizielle Name des Vereins, braucht mehr Platz und möchte eine eigene Umkleide für die Frauen realisieren. Zudem muss der Waffenschrank vergrößert werden. Der Verein hatte deshalb einen Antrag an den Gemeinderat gestellt und um Zuschüsse für die Erweiterung des Schützenheims gebeten. Schon im Jahr 2015 war ein Antrag eingereicht worden, das Schützenheim im Untergeschoss der Turnhalle zu erweitern. Damals wurde nichts daraus.

Doch nun steht der Verein vor einer neuen Situation. Denn der Schützenverband BSSB bezuschusst das Vorhaben erheblich: Er übernimmt die Hälfte der Bausumme von rund 155 000 Euro. „Jetzt ist ein finanziell günstiger Zeitpunkt“, erläuterte Bürgermeister Paul Dosch (Bürgerinitiative/BI) im Gemeinderat. Und der derzeitige Zustand des Schützenheims sei „sehr negativ“.

Die Vereinsmitglieder wollen auch einiges in Eigenleistung einbringen. Beim Innenausbau würde man Arbeiten wie Trennwände und Estrich selbst erledigen.

Da das Vermögen des Vereins aber nur bei knapp 5000 Euro liegt, können die Schützen das Projekt nicht alleine stemmen. Normalerweise gibt es für Baumaßnahmen zehn Prozent der Gesamtkosten von der Gemeinde. Aber jetzt würde der Verein 50 Prozent benötigen.

Ludwig Schmid (CSU) sagte dazu, dass der Gemeinderat wohl „derzeit wenig Spielraum habe“. Denn bei der Kläranlage stehen womöglich enorme Ausgaben an. „Bei einem Neubau wird’s uns die Schuhe ausziehen.“ Zur Kläranlage könne man aber noch nichts Genaues sagen, relativierte Dosch.

Franz Heiß (BI) fand, dass die Übernahme der Hälfte der Kosten für die Gemeinde zu viel sei. Manfred Christoph (BI) betonte, er sehe die Notwendigkeit. „Aber es kommen Probleme auf uns zu, die größer sind als alles der vergangenen zwölf Jahre. Und an der Kläranlage hängen die Projekte der nächsten Jahre.“ Man sollte abwarten, was nun tatsächlich mit dem Kanal passiert und man definitive Zahlen auf dem Tisch habe.

Der in der Sitzung anwesende Schützenmeister Rudolf Friesenegger gab Folgendes zu bedenken: „Wenn wir den Antrag nicht bald stellen, sind die Zuschüsse weg.“ Diese Fördermittel gebe es nur in Bayern –und nur für Althegnenberg werden 50 Prozent gewährt. Rainer Spicker (BI) betonte: „Das ist die Aufgabe der Gemeinde. Die Frage ist nur: Kann sich die Gemeinde das leisten?“

Am Ende der Diskussion votierte das Gremium einstimmig für den Antrag. Man will die Zuschüsse nicht verlieren. Der Verein kann das Projekt angehen.

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