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Ein Prosit auf die Gründung der Feuerwehr Althegnenberg: Das Foto von 1892 mit einigen der ersten Aktiven hängt im Feuerwehrhaus. Damals kamen 33 Feuerwehrmänner aus rund 200 Althegnenberger. Heute gibt es nur 30 Aktive, aber 1700 Einwohner.

Tag der offenen Tür zum Jubiläum

Vor 125 Jahren: Ein Prosit auf die Feuerwehr-Gründung

33 mutige Männer waren es, die sich im Januar 1892 zusammenfanden, um die Feuerwehr Althegnenberg zu gründen. Heuer wird die Truppe 125 Jahre alt, gefeiert wird mit einem Tag der offenen Tür.

AlthegnenbergUnter den Gründungsmitgliedern waren neben Handwerkern und Gewerbetreibenden auch elf Dienstknechte. Damals wohnten im Ort etwa 200 Menschen. Von der stolzen Zahl von 33 Aktiven im Verhältnis zu den nur rund sieben Mal so vielen Bürgern kann man heute nur träumen. Denn in dem 1700-Einwohner-Ort, der Althegnenberg heute ist, sind mittlerweile nur 30 Aktive bei der Feuerwehr.

Deshalb gibt es auch keine große Feier, wie etwa bei der Rottbacher Wehr vor kurzem anlässlich ihres Jubiläums. „Wir haben zu wenig Leute, um ein großes Fest auf die Beine zu stellen“, sagt Kommandant Robin Pradel, der seit 2015 im Amt ist. Anlässlich der großen 100-Jahr-Feier waren es 63 aktive Feuerwehrler, wie aus der Chronik von 1992 hervorgeht. Die damalige Landrätin Rosemarie Grützner lobte in ihrem Beitrag den „vorbildlichen Pioniergeist der Gründerväter von 1892“. Anton Neumeier, seinerzeit Kommandant der Feuerwehr Mering, des Patenvereins, sprach von einer „Entwicklung aus Pflichtbewusstsein und Kameradschaft über Generationen hinweg“. Peter Baier, damals Althegnenberger Kommandant, gab in seinem Beitrag zur Festschrift der Hoffnung Ausdruck, „dass sich unsere und die zukünftige Jugend weiterhin zu Kameradschaft und Pflichterfüllung bekennen wird“. 1992 wurde drei Tage lang gefeiert mit Fahnenweihe, Festumzug und allem, was dazu gehört. Mit den Planungen wurde eineinhalb Jahre zuvor begonnen.

Frauen wurden in die Wehr früh integriert, die ersten feierten 1990 ihr Bronzeabzeichen.

Heuer, zum 125. Geburtstag der Althegnenberger Wehr, wird reduziert gefeiert, nämlich mit einem Tag der offenen Tür. „Vielleicht“, so Pradel augenzwinkernd, „gibt es in fünf Jahren eine große Feier – mit Einweihung des neuen Feuerwehrhauses.“ Denn das bisherige Gebäude war früher eine Schmiede, die Fahrzeughalle wurde im Jahr 1980 gebaut. 20 Jahre zuvor hatte die Feuerwehr den Schlauchturm bekommen und dafür 856 Stunden Eigenleistung eingebracht. Sanierung oder Neubau – diese Entscheidung steht in Althegnenberg noch an.

Wie in vielen anderen Feuerwehren würde man sich auch hier mehr Jugendliche wünschen, die sich engagieren. Zurzeit sind es acht bei der Jugendfeuerwehr. Aber die werden jetzt nach und nach volljährig und wechseln zu den Aktiven. „Das könnte schon noch mehr sein bei uns“, meint Kommandant Pradel. Frauen sind indes längst keine Seltenheit mehr bei der Althegnenberger Feuerwehr, das zeichnete sich schon vor dem großen Jubiläum vor 25 Jahren ab. Denn damals gab es eine neunköpfige Damengruppe, die ihre Leistungsprüfung in Bronze erfolgreich bestand und damals entsprechend in der Waldgaststätte feierte.

Tag der offenen Tür:

Das 125-jährige Bestehen wird am Samstag, 15. Juli, von 11 bis 16 Uhr mit einem Tag der offenen Tür am Feuerwehrhaus gefeiert. Das Bayerische Rote Kreuz kommt mit einem Krankenwagen, einer Hundestaffel und Quads. Außerdem wird ein Löschaufbau zu sehen sein und eine Personenrettung aus einem Auto. Für die kleinen Besucher gibt es eine Hüpfburg, Kinderschminken und Wasserspiele. Am Abend gibt es dann ein kleines Festessen mit geladenen Gästen.

von Stephanie Hartl

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