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Althegnenberg will Lärmschutz für neues Baugebiet

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Die Überlegungen des Gemeinderats zum Lärmschutz für das Baugebiet „Erweiterung Graf-Dux-Straße“ kommen voran. Die 44 Parzellen südlich der Bahnlinie müssen vor Emissionen geschützt werden. Am wirkungsvollsten geht das, wenn die geplante Wand oder der Wall entlang der Bahnlinie verläuft.

Althegnenberg – Drei Varianten sind möglich: ein reiner Erdwall (17 Meter breit), eine Wallwand (9,50 Meter breit) oder eine Lärmschutzwand (fünf Meter hoch). „Die würde am wenigsten Fläche verbrauchen, sodass mehr Bauland bleibt“, erläuterte Bürgermeister Paul Dosch (WG/BI). Aber: „Die ist auch am teuersten.“ Bei der Ausführung stehen Aluminium, Holz und Beton zur Auswahl. Von Ersterem hatte das Ingenieurbüro abgeraten, da es sich nicht in die Landschaft einfüge, so Dosch. Holz fällt laut Klaus Westner (WG/BI) auch aus: „Nach zehn, 15 Jahren ist es kaputt.“ Peter Neubauer (DG Hörbach) tendierte zu Beton, „so wie die Bahn es mit der Wand vorgemacht hat“. Klaus Kinader (SPD) hielt dagegen: „Das mag das Sinnvollste sein, ist aber auch das Greisligste. Auch für die Anlieger ist das nicht so schön, eine Betonwand direkt vor der Nase zu haben.“

Marianne Dunkel (SPD) war für einen Erdwall. Sie hatte aber Bedenken. Denn der Radwanderweg würde dann „völlig im Schatten“ liegen zwischen der bestehenden Lärmschutzwand der Bahn und dem neuen Wall fürs Baugebiet. Dosch erwiderte, dass es sich nur um knapp 300 Meter handele, die der 2,1 Kilometer lange Weg zwischen den beiden Wänden hindurchführe.

Rainer Spicker (WG/BI) fragte, warum man zwei Wände brauche. „Könnte man nicht die bestehende Lärmschutzwand direkt an der Bahn hochziehen?“ Da müsse man das Gespräch mit der Bahn suchen, meinte Dosch. Norbert Scholz (CSU) unterstützte dieses Ansinnen und forderte, einen Eilantrag an die Bahn zu stellen, um das abzuklären. Schmid gab zu bedenken, dass es mit der Statik Probleme geben könnte, wenn man die Lärmschutzwand weiter erhöhe.

Der Bürgermeister sucht nun das Gespräch mit der Bahn. Und er will in der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf abklären lassen, ob man das bisher geplante reine Wohngebiet zu einem Dorfgebiet machen könnte – in Letzterem sind die Lärmschutzauflagen nicht ganz so hoch. 

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