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Althegnenberger fordert: „Aufhören mit dem Zupflastern“

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Mehrere Fragen in der Bürgerversammlung der Gemeinde Althegnenberg kamen zur Ortsdurchfahrt Hörbach. © Peter Weber

Schon bei der Anzahl der Anwesenden in der Turnhalle hatte sich angedeutet, dass diese Althegnenberger Bürgerversammlung wohl nicht so lange dauern würde. In der Aussprache ging es vor allem um die Ortsdurchfahrt Hörbach.

Althegnenberg –  Die 100-Zuhörer-Marke wurde nicht geknackt. Und nach dem Bericht von Bürgermeister Paul Dosch gab es auch nur eine Handvoll Fragen.

„Die Themen sind nicht so brisant diesmal“, meinte Dosch eingangs. Er begann mit den Einwohnerzahlen. Trotz des Neubaugebiets gibt es nur einen leichten Anstieg: „Das ist auch unser Ziel: ein kontrolliertes Wachstum.“ Derzeit leben 2102 Menschen in der Gemeinde, davon 1643 in Althegnenberg, 385 in Hörbach und sieben im Ortsteil Lindenhof. Man sei noch darum bemüht, den Zug-Stundentakt untertags zu bekommen. „Das ist ein Thema ohne Ende und noch lange nicht zufriedenstellend, aber wir lassen nicht locker.“

Dosch gab auch einen Einblick in die Finanzen und die anstehenden Projekte. So wird die Sanierung des Kanalnetzes, für die 200 000 Euro eingeplant sind, heuer noch starten. In Sachen Feuerwehrhäuser in Hörbach und Althegnenberg sind für 2018 80 000 Euro bereitgestellt, bisher sind nur 1000 Euro ausgegeben worden. Dosch hierzu: „Wir haben die Situation mit dem Hochwasser prüfen lassen, nun müssen die Ergebnisse mit dem Wasserwirtschaftsamt und dem Ingenieurbüro besprochen werden.“ Dann könne man die nächsten Schritte planen.

Die Hauptinvestition heuer war das Kinderhaus, das erweitert wurde. Künftig hat man hier vier Kindergarten- und drei Krippen-Gruppen. Für das Baugebiet Ortsmitte, das der Gemeinderat in der kommenden Sitzung erneut auf dem Tableau hat, ist man laut Dosch in „ständigem Gespräch mit Denkmalamt und Kreisbaumeisterin“.

Was den Schuldenstand der Gemeinde betrifft, hat man schon schlechtere Zeiten gehabt. Derzeit liegt man mit 70,74 Euro Pro-Kopf-Verschuldung weit unter dem Landesdurchschnitt von 627 Euro. „Theoretisch sind wir 2020 schuldenfrei“, stellte Dosch in Aussicht.

Ein Bürger monierte in der Aussprache die hohe Flächenversiegelung am Ort: „Hören Sie doch bitte auf mit dem Zupflastern. Wir müssen nicht immer bauen, bauen, bauen!“ Dosch erwiderte, dass man nicht riesig wachsen wolle, aber zumindest so viel, dass die Infrastruktur erhalten bleiben könne.

Mehrere Fragen kamen zur Ortsdurchfahrt Hörbach. Man müsse erst die Kamera-Befahrung abwarten, sagte der Bürgermeister. Und bevor die Straße gerichtet wird, muss man die Oberflächen-Entwässerung sanieren. Durch den Wegfall der Straßenausbausatzung (Strabs) wird derzeit überlegt, auf welche Art die Sanierung der Straße erfolgen kann. „Der Bürger hat ja von dem Strabs-Wegfall gar nix“, monierte ein anderer Bürger.

Dem Gemeinderat sei das Thema nicht egal, antwortete der Rathauschef. Die Regierung zahle nun mal nichts, es bleibe bei der Gemeinde hängen. Dosch: „Fakt ist: Es gibt keine neue Straße und keinen Gehweg.“

STEPHANIE HARTL

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